In Europa ist gegenwärtig ein Innovationsprozess von Identitätsmanagementsystemen (IDMS) zu elektronischen Systemen (eIDMS) im Gange. Die in dem Projekt betrachteten Staaten haben sich im Rahmen dieses Prozesses für die Einführung einer eID-Card entschlossen, dabei jedoch sehr unterschiedliche Konzepte und Trägermedien gewählt. Daraus ergaben sich folgende policy-relevante Fragestellungen:
Welche spezifischen Charakteristika weisen die nationalen eID-Cards auf und worin unterscheiden sie sich? Wie lässt sich die unterschiedliche nationale Ausgestaltung der eID-Cards erklären? Welche Interessen- und Konfliktkonstellationen waren bzw. sind in den jeweiligen Nationen mit der Einführung der eID-Card verbunden? Welche Politikfelder sind vorrangig mit der Einführung der eID-Card involviert? Wie lässt sich die zu beobachtende unterschiedliche Prioritätensetzung zwischen verschiedenen Politikfeldern – zwischen E-Government/Verwaltung, Wirtschaft und innerer
Sicherheit – erklären?
Die unterschiedlichen Konzepte, Trägermedien und Umsetzungen in Belgien, Deutschland, Österreich und Spanien wurden einer vergleichenden Analyse unterzogen. Für das steht der Innovationsprozess zur Einführung von eID-Cards in Österreich im Zentrum. |