Governance von Technikkontroversen |
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Technikkontroversen haben tiefe Spuren in modernen Gesellschaften hinterlassen. Gestritten wird nicht nur über konkrete Anwendungen (wie etwa in der Agrobiotechnologie), sondern auch darüber, was und wie geforscht und entwickelt werden soll (etwa in Bezug auf die Stammzellforschung). Mit solchen Kontroversen geht oft die Forderung nach Anerkennung unterschiedlicher Wissensformen und der Beteiligung verschiedener Akteure einher. Für die Politik stellt sich die Aufgabe, vorläufige Kompromisse zu erzielen. Zu diesem Zweck ist sie verstärkt auf Expertise aus verschiedenen Kontexten und die Einbindung heterogener Akteure angewiesen („governance“). Das In mehreren Forschungsprojekten, die u.a. durch ein APART-Stipendium unterstützt wurden, haben wir uns mit der Ethisierung in Technikkonflikten beschäftigt. Dahinter steht der Befund, dass Technologien nicht allein mit Bezug auf mögliche Risiken problematisiert werden, sondern zunehmend auch unter ethischen Aspekten. Daran schließen unsere Analysen zur öffentlichen Wahrnehmung von neuen Technologien an. Es wird untersucht, inwiefern spezifische Rahmen für die individuelle Bewertung von Technologien und damit für die Entstehung und den Verlauf von Technikkontroversen bedeutsam werden. Aus der Verschränkung von Wissensproduktion und Technologieentwicklung („technoscience“) ergeben sich neue Fragen hinsichtlich der Governance im Entstehen begriffener Technologien („emerging technologies“). Diese werden in Fallstudien zu Systembiologie und synthetischer Biologie bearbeitet. Im Projekt „NanoTrust“ werden mögliche Gesundheits- und Umweltrisiken der Nanotechnologie zusammenfassend dargestellt. Auf Basis dieser Analysen werden gesellschaftliche und regulatorische Aspekte in Expertenworkshops diskutiert. Damit trägt das
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