Zur Zeit ihrer Errichtung schienen die Plattenbausiedlungen sowohl in den westeuropäischen Industrieländern als auch in den ehemaligen sozialistischen Staaten den Zielen der Rationalisierung der Wohnungsproduktion und des Abbaus bestehender Wohnungsdefizite in idealer Weise zu entsprechen. Spätestens seit den 1980er Jahren wird ein europaweiter Diskurs zum Thema Großsiedlungen geführt. In der Folge wurden in vielen Plattenbausiedlungen europäischer Städte bautechnische und infrastrukturelle Verbesserungen durchgeführt und Maßnahmen im Kommunikationsbereich gesetzt.

Trotz bisheriger Nachbesserungsmaßnahmen weisen die Plattenbausiedlungen sowohl in Wien als auch in Bratislava noch immer folgende Charakteristika auf: Monofunktionalität, mangelhafte städtebauliche, architektonische und technische Qualität der Siedlungen und Bauten (so z.B. technische Gebäudemängel, gestalterische und funktionale Mängel bei Häusern und Freiflächen), unzureichende Infrastruktur und Verkehrsverbindungen und die daraus resultierende Isolation der Wohnviertel.


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