Kunst und Plattenbau in Wien – von den 1960er Jahren bis heute
Laufzeit
Dezember 2007 – Dezember 2011
Finanzierung
ISR, Stadt Wien - MA 7
Bearbeitung
DI
Hannes Huemer, Mag.
Dr. Vera Kapeller (Projektleitung)
Anliegen und Zielsetzung
Plattenbausiedlungen bilden einen wesentlichen Teil des europäischen Bau- und Kulturerbes. Die Errichtung dieser Siedlungen hat für mehrere Jahrzehnte die städtebaulichen, architektonischen, künstlerischen und sozialen Entwicklungen ebenso wie die Identität von Millionen europäischer Bürger geprägt. Die Frage des Verhältnisses zwischen Architektur und Kunst im Plattenbau gehörte bisher nicht zu den zentralen Fragestellungen der nationalen wie internationalen Diskurse zu Architektur und Städtebau. Das wichtigste Ziel des Projekts ist es, Fragen der Wechselwirkung zwischen Kunst, Architektur und Städtebau zu erörtern. Das Projekt soll die historische Entwicklung von Kunst am Bau bzw. Kunst im öffentlichen Raum und deren Bedeutung im städtebaulichen, sozialen, künstlerischen und ideologischen Kontext erforschen. Das Spannungsfeld Architektur – Kunst – Ideologie – Alltag wird analysiert.
Methodisch wird eine Annährung der Wissenschaft an Kunst und Architektur sowohl auf der Ebene der Grundlagenforschung als auch auf einer interaktiven Ebene angestrebt, um die Gemeinsamkeiten dieser Wissensbereiche auszuloten und den transdisziplinären Diskurs zu fördern. Das Projekt soll dabei nicht nur auf der Ebene der Grundlagenforschung bleiben, sondern verfolgt das konkrete Ziel, Identifikation und Wohnzufriedenheit in den Wiener Plattenbausiedlungen zu stärken und zu fördern. Auf einer Interaktionsebene soll die Diskussion mit den „Adressaten“ der Kunst, den Bewohnern und mit einer jungen Künstlergeneration gesucht werden.
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