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OEAW_Lang_2010

LANG, Maria-Katharina
Mongolische Ethnographica in Wien. Die Sammlung Hans Leder im Museum für Völkerkunde Wien. Reihe: Veröffentlichungen zur Sozialanthropologie 13
(ISBN13: 978-3-7001-6760-0)

 

Die größte Sammlung mongolischer Ethnographica in Europa geht auf den österreichischen Forschungsreisenden Hans Leder (1848-1921) zurück, den entomologische Forschungen 1892 von Südsibirien in die Mongolei führten. Auf weiteren Reisen in die Nördliche Mongolei zwischen 1892 und 1905 begann Leder vorwiegend mongolisch-buddhistische Ritualobjekte zu sammeln und zu erforschen. Ein Teil dieser Sammlung befindet sich im Museum für Völkerkunde Wien; weitere Sammlungsteile werden in ethnographischen Museen in Deutschland, Tschechien und Ungarn aufbewahrt.
In dem auf einem Projektbericht basierenden Buch werden bisher unveröffentlichte Archivdokumente und Abbildungen von Objekten dieser Sammlung, ein Einblick in die Biographie des Sammlers und die verzweigte Geschichte der Sammlung sowie die Ikonographie der Artefakte publiziert. Die Einzigartigkeit der Sammlung liegt in der Momentaufnahme der religiösen Alltagskultur in der Nordmongolei um 1900. Dieser Teil der mongolischen Kultur wurde zunehmend verdrängt und in den späten 1930er Jahren zu einem großen Teil zerstört. Der Umgang mit sakralen Objekten und deren Bedeutung nach Einführung der Demokratie 1990 wird in dem vorliegenden Buch thematisiert.

Maria-Katharina Lang ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialanthropologie, Zentrum Asienwissenschaften und Sozialanthropologie der ÖAW.
Seit 1995 zahlreiche Feldforschungsaufenthalte in der Mongolei im Rahmen von Forschungs- und Ausstellungsprojekten. Forschungsschwerpunkte: Mongolian Studies, Kunstanthropologie, Materielle Kultur.