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DISPERSED AND CONNECTED. ARTISTIC FRAGMENTS ALONG THE STEPPE AND SILK ROADS

Projektleitung: Maria-Katharina Lang
Kooperationen: Weltmuseum Wien, National University of Mongolia (NUM), Mongolian State University of Arts and Culture, Inner Mongolian State University
Projektmitarbeiter: Tsetentsolmon Baatarnaran (NUM), Johannes Heuer, Erdenebold Lhagvasuren (Mongolian University of Science and Technology), Lucia Mennel, Tatia Skhirtladze (University of Applied Arts Vienna), Christian Sturminger
Projektlaufzeit: 01.07.2017-30.06.2020
Finanzierung:
FWF (PEEK/ AR 394-G24), ÖAW

Das Projekt sammelt und untersucht Erzählungen, Bilder und Vorstellungen, Fragmente und künstlerische Ausdrucksformen mongolischer Zugehörigkeit/en entlang alter und neuer Steppen- und Seidenstraßen, welche verstreute und verbundene Biografien, künstlerische Überlieferungen, kulturelle Monumente und Erinnerungen vernetzen. Diese Fragmente werden in einer Ausstellung im Weltmuseum Wien, einer Filmmontage und in einem begleitenden wissenschaftlich-künstlerischen Feldnotizbuch zusammengefügt. Dabei werden rasante Prozesse der Veränderung, als ein Ergebnis der Errichtung neuer Straßen, langsamen Erzählungen und Erinnerungen von Personen sowie historischen Artefakten und neuen künstlerischen Arbeiten, die innerhalb des Projektes entwickelt werden, gegenübergestellt. Diese Forschung eröffnet damit einen einzigartigen Raum für individuelle und künstlerische Stimmen als Antwort auf gegenwärtige und zukünftig bestimmende, neu entstehende globale-ökonomische Großprojekte und Vorhaben. Künstlerinnen, Künstler, Wissenschafterinnen und Wissenschafter (Sozial- und Kulturanthropologinnen, Musikologinnen und Archäologen) des Kernteams, die in beiden Bereichen arbeiten, werden Fragmente von Ausdrucksformen, die anhand spezifischer Fragen zu Themen wie Mobilität, Nomadismus, Erinnerung, Kultur-und Wissenstransfer und Identität, entlang der Straßen entwickelt werden, dokumentieren und sammeln, um ein Mosaik, eine künstlerische Projekt-Kartographie, für eine gemeinsame Ausstellung und Publikation zu schaffen. Die künstlerischen Arbeiten beinhalten Fotografien, Videos, Film, Sprache und Gedichte, Lieder und Musik, Zeichnungen und Skizzen als unterschiedliche Formen der Erzählungslinien. Museumsartefakte sind Bindeglieder oder Ausgangspunkte für diese Erzählformen, welche die fragmentierten und doch verwobenen Seitenlinien und Verzweigungen bestehender und entstehender Straßen und Wege, die die Landschaften, wie ein sich unkontrolliert ausweitendes Nervensystem durchziehen, zeigen. Künstler aus der Republik Mongolei und der Inneren Mongolei in China, verbunden durch ihre Geschichte und räumlich vernetzt, durch diese Straßen und Wege, werden eingeladen, neue, aus Projektlaboratorien hervorgehende Arbeiten, zu schaffen, welche in die Museumsausstellung eingebunden werden. Eine neue mehrschichtige Sammlung – mit den Augen des Anderen gesehen – wird der historischen ethnografischen Sammlung hinzugefügt und diese beleben.