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Loslassen – durchstehen – ankommen

Eine transdisziplinäre Studie zur rezenten Situation Geflüchteter in Österreich (LODA)

Projektleiter: Andre Gingrich, Maria Six-Hohenbalken
Projektmitarbeiter: Leonardo Schiocchet, Sabine Bauer
Partnerinstitutionen: Institut für Stadt und Regionalforschung, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien (IKSA), IKT (Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte), IFI (Institut für Iranistik) Projektlaufzeit: 03.2017-02.2019
Finanzierung:
Innovationsfonds der ÖAW

Zielsetzung und Fragestellungen

Das im Rahmen des ÖAW-“Network for Refugee Outreach and Research” (ROR-n) durchgeführte Projekt wird anhand wissenschaftlich exakter Daten einen Beitrag zu einer Versachlichung der öffentlichen Diskurse über Geflüchtete leisten. Die transdisziplinäre Perspektive ist durch die Kooperation von Spezialistinnen und Spezialisten aus der Stadt-und Regionalforschung, der Migrationsforschung, der Politikwissenschaften, aber auch der Iranistik gewährleistet.

Die Theorien sozialer Netzwerke und zur Ethnizität werden als wichtige theoretische Ansätze herangezogen. Praktisch orientierte Ziele liegen in der Entwicklung von Politikempfehlungen, in umsetzbaren Good-Practice-Maßnahmen für Stakeholder sowie in nachhaltigen Lösungsvorschlägen in unterschiedlichen Integrationsbereichen. Des Weiteren ist intendiert, die Ergebnisse des Projekts in eine Panelstudie über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren einfließen zu lassen.

Methodisch sind 135 leitfadengestützte narrative biographische Interviews mit SyrerInnen, IrakerInnen und AfghanInnen durch Native-Speaker in Kurdisch (Sorani, Badini), Syrisch-/Irakisch-Arabisch, Pashto und Farsi-Dari geplant. 40 RespondentInnen werden innerhalb der Projektlaufzeit nochmals befragt werden. Erhebungsorte sind Wien sowie kleinere österreichische Gemeinden, um den Einfluss des räumlichen Kontexts auf den Verlauf der Integration systematisch untersuchen zu können. Fokusgruppendiskussionen und ein Sample von ExpertInneninterviews mit VertreterInnen aus Politik und Administration, RepräsentantInnen von Religionsgemeinschaften, Stakeholdern, SozialarbeiterInnen, VertreterInnen von NGOs, MigrantInnenvereinen etc. werden das Datenset vervollständigen, und dienen dazu, Resultate zu überprüfen und Handlungsperspektiven abzuleiten.

Neben der Schaffung eines für Österreich einmaligen Datenpools stellen die Initiierung von Mutual-Learning-Prozessen sowie der wissenschaftliche Austausch und Kooperationen mit Institutionen in Staaten mit starker Flüchtlingszuwanderung (Deutschland, Schweden) sowie mit östlichen Nachbarstaaten (Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn) wichtige Ziele dar. Das innovative Spezifikum in diesem Projekt liegt neben seiner Transdisziplinarität in den engen Interdependenzen zwischen wissenschaftlichen und praktischen Zielsetzungen und den daraus resultierenden Verwertungsinteressen, die Sozialwissenschaften, Stakeholder, politische EntscheidungsträgerInnen sowie Geflüchtete einbinden.

Projektpartner

  • Institut für Stadt und Regionalforschung (Univ.-Prof. Dr. Heinz Fassmann, MMag. DDr. Josef Kohlbacher, Mag.Dr. Ursula Reeger, Mona Röhm, MA, Mag. Victoria Reitter)
  • Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien (IKSA) (Ass.-Prof. Dr.Gabriele Rasuly-Paleczek)
  • IKT (Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte)
  • IFI (Institut für Iranistik)