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"Stein der Erinnerung" würdigt Ethnologin Marianne Schmidl.

steine der erinnerung
© ISA/Mehmet Emir

“Steine der Erinnerung” sind dem Gedenken an die jüdischen Opfer des Holocaust gewidmet. Der Gedenkstein für Marianne Schmidl wurde am 15. Juni 2017 auf Initiative von Katja Geisenhainer in Absprache mit Schmidls Nachkommen in Wien gelegt. Das Institut für Sozialanthropologie der ÖAW, das Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien und die Anthropologische Gesellschaft in Wien haben den „Stein der Erinnerung“ gemeinsam mitfinanziert, um an Marianne Schmidl zu erinnern und ihr Werk zu würdigen.

Marianne Schmidl war die erste Frau, die in Wien in Völkerkunde promovierte. Aufgrund ihrer Dissertation "Zahl und Zählen in Aftika" gilt sie als eine Wegbereiterin der Ethnomathematik. Schmidls ist auch für ihre Arbeiten zur Geschichte Afrikas und insbesondere zu afrikanischen Korbflechtarbeiten bekannt, die sie aus kulturhistorischer Perspektive untersuchte. 1942 wurde Marianne Schmidl von ihrem Wohnhaus in der Eichendorffgasse 7 im 19. Wiener Gemeindebezirk, wo heute der Gedenkstein an sie erinnert, in das polnische Ghetto Izbica deportiert und kam in der Folge im Holocaust um.