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Geschichte der Ethnographien Asiens

Geschichte der Ethnographien Asiens

Langzeitprojekt

Projektleitung: Andre Gingrich
Projektmitarbeiter: Maria Six-Hohenbalken, Verena Baldwin, Mehmet Emir
Projektlaufzeit: 01.01.2010-31.12.2035
Finanzierung:
Eigenfinanzierung, Finanzierung von Teilprojekten ist über Drittmittelaquise vorgesehen

Das Ziel dieses Projekts am Institut für Sozialanthropologie (ISA) an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ist ein digitales Archiv aufzubauen um die umfassende Wissenschaftsgeschichte der österreichischen Forschungen in Asien zu dokumentieren. Die lange Geschichte der anthropologischen Forschung begann vermehrt im 19. Jahrhundert und wird anhand der drei Regionalgebiete am ISA, nämlich Westasien (mit Schwerpunkt auf Südarabien und die Kurdischen Regionen), das buddhistische Zentralasien (mit Schwerpunkten auf Tibet und die Mongolei) und Südostasien (mit Schwerpunkten auf Indonesien und Indien) und den Inseln des Indischen Ozeans, dargestellt.

Diese umfassende und facettenreiche ethnographischen Forschungen brachten verschiedene theoretische Impulse für die Disziplin im allgemeinen. Jedoch ist dieser Einfluss weder in Archiven vereint, dokumentarisch zusammengeführt noch ausreichend analysiert.

Aufgrund der Übernahme von Nachlässen und ethnographischen Dokumentationen, hat das ISA drei umfassende und wissenschaftlich außerordentlich wertvolle Multimedia Materialien: der Nachlass von Prof. Walter Dostal, der Nachlass von Werner Finke und die Photodatenbank von Südarabien (Gingrich, Heiss, Dostal).

Das Ziel dieses Digitalisierungsprojekt ist, die unterschiedlichen Materialien, die teilweise im Bestand des ISA, in Privatbesitz oder in akademischen Institutionen sind zusammenzuführen, um das kulturelle Erbe zu bewahren. Die Multimedia Materialien haben einen außerordentlichen Wert für die betreffenden Regionen.

Ein weiteres Ziel des Projekts ist die Entstehung der Disziplin zu analysieren, wissenschaftlichen Austausch zu initiieren und die Materialien für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die betreffenden Bestände umfassen mehrere Generationen von ForscherInnen und ermöglichen somit die disziplinären Entwicklungen und ihre (inter) nationalen Verflechtungen aufzuzeigen.