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[2014/10] Besessenheit und Identität: Zur Konzeption der Zar-Geister am Arabisch/Persischen Golf

Projektleitung: Gebhard Fartacek
Projektlaufzeit: 11.08.2009 – 15.10.2014
Kurztitel:
Zar Kult

Dieses Projekt beschäftigt sich mit dem sogenannten "Zar-Kult", der in der Golfregion maßgeblich von „dunkelhäutigen" Menschen getragen wird. Ethnographische Vorerhebungen, die im Herbst 2008 in Khuzestan durchgeführt wurden, lassen vermuten, dass dem „Zar-Kult" eine sehr wichtige Rolle hinsichtlich ethnischen Abgrenzungs- und Zugehörigkeitsprozessen zuteilwird. Zudem bietet er den rituellen Führerinnen (mama zar) und Führern (baba zar) sowie anderen Mitgliedern der Zar-Gemeinschaft(en) ein religiöses und soziales Netzwerk, welches weit über die jeweiligen Staatsgrenzen hinausreicht und die unterschiedlichen Länder der Golfregion miteinander verbindet.

Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung von sozialanthropologischen Forschungsfragen und Arbeitshypothesen zur Relevanz des „Zar-Kults" für die Konstruktion ethnischer Grenzen und epistemologischer Modelle. Besonderes Augenmerk soll dabei auch den soziokulturellen und politischen Transformationsprozessen geschenkt werden, die das Leben der Menschen am Arabisch/Persischen Golf in der heutigen Zeit prägen. Die ethnographische Erhebungen sollen in Kuwait, Iran, Bahrain, Qatar, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie im Oman durchgeführt werden. Datenerhebung, Datenerfassung und Datenanalyse folgen dem Approach der Fallrekonstruktion.