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[2010/12] Gefangene Stimmen
„Fremde Völker“ in historischen Tonaufnahmen am Beispiel der deutsch-österreichischen Kriegsgefangenenprojekte, 1915-1918

Projektleitung: Britta Lange
Projektlaufzeit: 01.07.2008 – 31.12.2010 (Unterbrechung wegen Mutterschutz)
Finanzierung:
FWF, Lise-Meitner-Programm (Projektnummer: M1055-G15)

Während des Ersten Weltkriegs führten deutsche und österreichische Anthropologen, Linguisten und Musikwissenschaftler umfangreiche Forschungen an Kriegsgefangenen durch. Sie befragten und dokumentierten ihre „Feinde“ aus Europa und den abhängigen Territorien in Osteuropa, Asien, Afrika und Ozeanien, wodurch große Sammlungen von exemplarischen Tonaufnahmen der Sprachen, Musik und Gesänge vieler „fremder Völker“ entstanden. Das Projekt befasst sich – im deutsch-österreichischen Vergleich – mit den historischen wie aktuellen Verflechtungen von Wissenschaft und visuellen Materialien mit diesen historischen Tondokumenten. Ihre Position und Bedeutung wird innerhalb der Geschichte der ethnografischen Tonaufnahme und der Ethnografie selbst untersucht, inklusive kulturgeschichtlicher Fragestellungen nach Machart und methodischem Kontext. Das Projekt ist seit Mitte Oktober 2008 wegen Mutterschutz und Elternkarenz von Britta Lange unterbrochen.