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[2012/12] Mongolische Ethnographica des österreichischen Sammlers Hans Leder in europäischen Museen

Projektleitung (und Mitarbeit): Maria-Katharina Lang
ProjektmitarbeiterInnen: Stefan Bauer
Projektlaufzeit: 01.01.2010 - 31.12.2012
Finanzierung: BMWF Förderprogramm forMuse (Forschung in Museen)
Webseite: http://www.formuse.at/, Projektwebseite am KHM

Die wohl größte europäische Sammlung mongolischer Ethnographica geht auf den „österreichische Forschungsreisenden“ Hans Leder (1843-1921) zurück. Die Einzigartigkeit dieser Sammlung liegt in der Momentaufnahme der religiösen Alltagskultur in der Mongolei um 1900. Dieser Teil der mongolischen Kultur wurde zunehmend verdrängt und schließlich in den späten 1930er Jahren zu einem großen Teil zerstört. Objekte wurden vernichtet oder hatten ihre Funktion verloren, da das komplexe Ritualleben, dessen wesentlicher Teil sie waren, radikal unterbunden wurde.
In diesem Projekt werden die in den europäischen Museen aufbewahrten Sammlungsteile erfasst, genau analysiert, in Objektgruppen katalogisiert und erstmals zu einer Gesamtschau verbunden. Die Zusammenführung der Teilsammlungen (Projekt-Datenbank) und die Erforschung des vorhandenen Archivmaterials gewähren den Blick auf die gesamte Sammlung, den Prozess des Sammelns sowie auf die Persönlichkeit des Sammlers Hans Leder.
Feldforschungen im Rahmen des Projektes sehen vor, vom Sammler beschriebene Orte und Klöster ihrem gegenwärtigen Zustand gegenüber zu stellen und entlang der historischen Reiseroute Interviews zu der Geschichte sakraler Objekte und Orte aufzunehmen