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[2016/06] Guangxi-Gong-Projekt

Legenden, Ahnen und Zeremonien. Bronze-Gongs von Guangxi in Vergangenheit und Gegenwart

Projektleitung: Helmut Lukas
Kooperationen: Nationalities Research Institute of Guangxi Zhuang Autonomous Region/GZAR, Nanning, PR China; Anthropology and Ethnology Research Inst. and Southeast Asia Research Inst., Guangxi University for Nationalities, Nanning, PR China; Sun Yat-Sen University, Guangzhou, PR China. In Austria: Museum of Ethnology Vienna (today: World Museum Vienna)
Projektlaufzeit: 01.08.2007 - 30.06.2016
Finanzierung: Eurasia-Pacific Uninet

In der Autonomen Region Zhuang Guangxi (Südwestchina), die von vielen ethnischen Gruppen (Dong, Gelao, Jing, Miao, Bolyu, Shui, Yao, Yi, Mang etc. sowie von Maonan, Nung u.v.a., die als „Zhuang“ klassifiziert werden) bewohnt wird, befinden sich die meisten „Dongson“-Bronzegongs der Welt. Neben der weltweit größten Sammlung von Bronzegongs wird eine sehr große Zahl der oft sehr alten Gongs von vielen ethnischen Gruppen, die meist in den Bergen leben, noch in Zeremonien verwendet. In Österreich ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Weltmuseum Wien geplant. Interessant und innovativ ist dieses Forschungsprojekt u.a. dadurch, dass hier die „museologische“ Perspektive erweitert wird, indem der zeremonielle Gebrauch der Bronzegongs in den Bergdörfern bei verschiedenen ethnischen Gruppen erhoben wird. Der Österreichbezug ist v.a. durch das schon über 100 Jahre alte, aber in seinen Grundzügen bis heutige gültige und in China wie in Nordvietnam sehr bekannte Klassifikationsschema von Franz Heger gegeben. Dieses Forschungsprojekt ist interdisziplinär aufgebaut (Zusammenarbeit mit ArchäologInnen, LinguistInnen, SinologInnen, KuratorInnen des Weltmuseum Wien, InformatikerInnen etc.).
Die Projektresultate sollen u.a. in je einer Ausstellung in Nanning und in Wien sowie den damit verbundenen Katalogen präsentiert werden.