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Forschungen in von Kurden bewohnten Regionen

Projektleitung: Maria Six-Hohenbalken
Projektlaufzeit: 01.09.2007-31.12.2018
Finanzierung:
Erstmittelprojekt

Dieses historisch-anthropologische Langzeitprojekt umfasst die Bearbeitung von Archivmaterialien und unveröffentlichten Forschungsergebnissen. Wissenschaftler in der Habsburger Monarchie zeigten besonderes Interesse an den Entwicklungen im Osten des Osmanischen Reiches. Expeditionen wurden in die Region gesandt, um umfangreiche Forschungen durchzuführen, Handelsdelegierte wurden stationiert, um die ökonomischen Beziehungen zu festigen und nicht zuletzt wurden militärische Einheiten der Habsburger Monarchie in den von Kurden bewohnten Regionen stationiert. Dies erfolgte aufgrund des militärischen Bündnisses von Österreich-Ungarn, dem Deutschen Reich und dem Osmanischen Reich während des 1. Weltkrieges.
Die systematische Bearbeitung der Archivmaterialien soll neue Erkenntnisse über ethnonationale Bewegungen und inter-ethnische Beziehungen zwischen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis nach dem 1. Weltkrieg ermöglichen.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts haben sich mehrere österreichische Wissenschaftlern auch mit kurdenspezifischen Themen beschäftigt, diesbezüglich sind v.a die Sprachwissenschafter M. Bittner und A.H. Barb zu nennen. Deren Einzelforschungen haben zur Entwicklung der Kurdologie als Wissenschaft beigetragen. In einem Subprojekt sollen diese Beiträge gesammelt, ausgewertet und der internationalen Wissensgemeinschaft zugänglich gemacht werden.