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[2014/09] Gesellschaft, Macht und Religion im vormodernen Westtibet: Interaktion, Konflikt und Integration

gesellschaft jahoda web Projektleitung (und Mitarbeit): Christian Jahoda
ProjektmitarbeiterInnen: Hubert Feiglstorfer, Christiane Kalantari
Kooperation:
Tsering Gyalpo, Tibetische Akademie für Sozialwissenschaften, Lhasa; Patrick Sutherland, University of the Arts, London
Projektlaufzeit:
1.10.2009 – 30.09.2014
Finanzierung:
FWF (Projekt P21806-G19)  

Hauptinhalt des Forschungsprojektes ist die Untersuchung der verschiedenen strukturellen und historischen Zusammenhänge zwischen Gesellschaft, Macht und Religion im vormodernen Westtibet, hauptsächlich in Purang und Guge im Zeitraum zwischen dem 10. und 17. Jh. Dies erfolgt mit besonderem Augenmerk auf Prozesse der Interaktion, des Konflikts und der Integration und mittels eines durch transdisziplinäre Zusammenarbeit charakterisierten Ansatzes, bei dem tibetologische, sozialanthropologische und kunsthistorische Untersuchungen kombiniert werden. Das Hauptziel liegt in der Analyse der jeweiligen Formen der sozialen, politischen und religiösen Organisation und der Entwicklungs- und Wandelvorgänge in der religiös-politischen Ordnung und der jeweils entsprechenden Konzepte, auch unter Berücksichtigung interner und externer Konflikte. Dies inkludiert die profunde Untersuchung der königlichen Linie(n), aus deren Reihen die Machthaber und religiös-politischen Anführer kamen, der Klans und auch der aristo­kratischen und religiösen Linien west- oder zentraltibetischen Ursprungs. Ein weiteres Ziel besteht darin, auf Grundlage bislang unbekannter Textquellen und neuer Funde in Khartse und anderen Gebieten, an denen der Große Übersetzer Rin chen bzang po gewirkt hat, ein besseres Verständnis der Aktivitäten und Funktionen einer der historisch einflussreichsten religiösen Persönlichkeiten Westtibets zu erreichen, einschließlich auch retrospektiver Sichtweisen späterer Perioden. Detaillierte Untersuchungen beziehen sich auch auf den Kult von Lokal- und Schutzgottheiten, der nicht nur eine wichtige Rolle innerhalb der Volksreligion und im monastischen Buddhismus einnahm, sondern auch von großer Wichtigkeit für die Mitglieder der königlichen Linien war und dementsprechend ein wesentliches Element darstellte, das die sozialen, politischen und religiösen Bereiche verband und integrierte.