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Österreich, Friedrich III. und Burgund

Die Anfänge der Hegemonie

Projekt des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) (2001-2005)
Projektleitung: Dr. Heinrich Koller
Projektmitarbeiterinnen: Dr. Sonja Dünnebeil, Dr. Christine Ottner

Infolge des Todes Herzog Karls des Kühnen von Burgund und der Heirat seiner einzigen Tochter Maria mit Maximilian, dem Thronfolger Kaiser Friedrichs III., kamen 1477 die wirtschaftlich und kulturell blühenden Länder Flandern und Brabant in den Familienbesitz der Habsburger. Damit wurde die Grundlage zur Hegemonie des Hauses Habsburg gelegt. Um dieses wichtige familiär-dynastische und politische Ziel – den Erwerb des Herzogtums Burgund – zu erreichen, bemühte sich Kaiser Friedrich III. mit wechselnden Erfolgen rund zehn Jahre lang (1467-1477).

Viele schriftliche Zeugnisse dieser Verhandlungen finden sich im Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien, dessen Bestände aus dem Hausarchiv der Habsburger erwachsen sind. Im Rahmen dieses Projekts wurde die systematische Erfassung und Regestierung der Briefe und Urkunden aus den Jahren 1464 bis 1474 fortgeführt. Das erarbeitete Material dient zudem als Grundlage einer Studie über Ablauf und Struktur der Verhandlungen im Vorfeld der habsburgisch-burgundische Heirat, mit der gezeigt werden soll, wie beide Seiten rund zehn Jahre lang mit wechselnden Erfolgen diese Verbindung mit möglichst guten Konditionen erreichen wollten. Gleichzeitig wurde auch die politische Kommunikation am Übergang vom Spätmittelalter zur Neuzeit untersucht, um so das Phänomen zu erfassen, das man heute als „Außenpolitik" bezeichnen würde.

 


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