Frühmittelalter
Historische Identitätsforschung
Aufgaben der Arbeitsgruppe Frühmittelalter
Das Forschungsfeld der Arbeitsgruppe Frühmittelalter ist die Zeit vom 4. bis zum 11. Jahrhundert in Europa, wobei vor allem schriftliche Quellen mit historischen Methoden befragt werden, aber auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Archäologen, Philologen usw. gepflegt wird.
Ein vorrangiges Arbeitsgebiet ist die Art und Weise, in der im Frühmittelalter durch sprachliche oder symbolische Kommunikation neue Identitäten und Orientierungsmöglichkeiten geschaffen und verbreitet wurden. Untersucht werden ethnische Prozesse, in denen sich neue Gruppierungen formierten (zum Beispiel Franken, Langobarden, Goten, Awaren, Bayern). So entwickelte sich nach der Auflösung des römischen Imperiums eine neue ethnische und politische Landschaft in Europa, etwas, das bis heute Auswirkungen hat.
Ein weiterer Arbeitsbereich ist die Erschließung der Quellen des Frühmittelalters durch Editionen, Analyse von Texten und ihrer Wirkungsgeschichte, Bearbeitung der Überlieferung etc. Derzeit werden u.a. Quellen des österreichischen Raumes sowie Texte zu Franken und Langobarden bearbeitet.
Da Wien weltweit als ein bedeutendes Zentren der Frühmittelalterforschung gilt, konnten zahlreiche Kooperationen und Kontakte im In- und Ausland aufgebaut werden. Regelmäßig werden Vorträge, Workshops und Symposien veranstaltet (siehe Seite "Veranstaltungen") und Publikationen herausgegeben (Siehe Seite "Publikationen").
Bildnachweis: "Cod. Sang. Nr. 731, Seite 234, Stiftsbibliothek St. Gallen / Codices Electronici Sangallenses" http://www.cesg.unifr.ch

Institut für Mittelalterforschung
Zentrum für Mittelalterforschung
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Direktor: Univ.Prof.Dr. Walter Pohl
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