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Die Aktivitäten des Instituts für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte orientieren sich an
den theoretischen Leitlinien des gegenwärtigen transdisziplinären
kulturwissenschaftlichen Diskurses, wobei das Zusammenwirken von unterschiedlichen
Forschungsrichtungen – u.a. Geschichts-, Literatur-, Translations- und
Politikwissenschaft sowie Theatergeschichte – neue Perspektiven eröffnet. Ziel
der Forschungen ist die Analyse komplexer kultureller Systeme, die für
(außer)europäische Kulturen, wie z.B. Zentraleuropa, aber auch für Lateinamerika,
prägend sind. Insofern stellen sich die Forschungen im Rahmen
des IKT gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart.
Die Forschungsarbeiten beruhen auf einem Kulturbegriff, der nicht nur Religion, Wissenschaft und Kunst
umfasst, sondern Kultur als das dynamische Ensemble aus Zeichen, Symbolen und
Codes begreift, mittels derer Individuen und Gruppen in einem sozialen Kontext
verbal und nonverbal miteinander kommunizieren, auch unter Einsatz verschiedener Translationsverfahren.
Unter Kultur werden demnach Orientierungsmuster
verstanden, in denen durch Prozesse der Erinnerung, Zuweisung, Aneignung und
Übersetzung von Inhalten (Bedeutungen) kontinuierlich Identitätsbildungen stattfinden –
und auch wieder dekonstruiert werden. Die Arbeiten des Instituts stehen daher
unter der übergreifenden Devise der kulturwissenschaftlichen Erforschung von
Herausbildung, Veranschaulichung und Kommunikation kulturellen Gedächtnisses
(durch Erzählung, Inszenierung und Translation).
In seinen Grundlagenforschungen setzt das Institut dabei folgende Schwerpunkte: (1) Theater in der Habsburgermonarchie,
(2) Orte des Gedächtnisses – Erinnerungsräume, (3) Kulturen des Wissens und (4) Translation.
Die Aktivitäten des Instituts (Organigramm) umfassen folgende miteinander vernetzte Bereiche: Die Forschungen des Instituts werden von einem Internationalen ExpertInnenrat kontinuierlich evaluiert. |
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