Orte des Gedächtnisses – Erinnerungsräume

Unter „Orten des Gedächtnisses“ versteht man Orte im topographischen und metaphorischen Sinn, denen für eine bestimmte Gemeinschaft eine kollektive „Erinnerungsfunktion“ beigemessen wird. Diese Beziehung zwischen Gedächtnis und Identität bildet den erkenntnisleitenden Rahmen für die Analyse von Repräsentationen des Gedächtnisses in unterschiedlichen gesellschaftlichen Praxisfeldern, wie z. B. den Zeichensetzungen der Erinnerungskultur im öffentlichen Raum, oder von Narrativen, in denen das „Eigene“ und das „Andere“ konstituiert werden. Einen thematischen Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus im kulturellen Gedächtnis, mit denen vielfach ein ethisches „Erinnerungsgebot“ verbunden wird.



DRITTMITTELGEFÖRDERTE PROJEKTE


Topographie der Shoah. Gedächtnisorte des zerstörten jüdischen Wien.

Projektbearbeiterinnen: Heidemarie Uhl, Eleonore Lappin-Eppel
Projektmitarbeiter_innen: Dieter Hecht, Michaela Raggam-Blesch
Finanzierung: Drittmittel (Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die ÖAW, Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank)
Projektdauer: 01.05.2006 – 31.12.2013

„Mischlinge“ und „Geltungsjuden“. Alltag und Verfolgungserfahrungen von Frauen und Männern "halbjüdischer" Herkunft in Wien, 1938-1945

Projektbearbeiterin: Michaela Raggam-Blesch
Finanzierung: Drittmittel (APART-Projekt)
Projektdauer: 2012/01/01 – 2015/06/30

Der Zweite Weltkrieg in postsozialistischen Gedenkmuseen – Umgang mit traumatischen Vergangenheiten im Zuge der EU-Integration
Projektbearbeiterin: Ljiljana Radonic
Finanzierung: Drittmittel (APART-Projekt)
Projektdauer: 01.03.2013 – 28.02.2016

 

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