Habskomm

MISSION STATEMENT

Aufgabe der Kommission für die Geschichte der Habsburgermonarchie ist die Erforschung der Geschichte der Donaumonarchie in der franzisko-josephinischen Epoche (1848–1918).

Sie wird durch folgende Projekte verwirklicht:

  • Herausgabe eines auf internationaler Zusammenarbeit beruhenden Handbuches zur umfassenden Darstellung der Forschungsergebnisse.
  • Spezialergebnisse bzw. Forschungsdesiderate, die sich aus der Arbeit an den Bänden des Handbuches ergeben, werden als Teilergebnisse bzw. Ergänzungen in der derzeit 30 Bände umfassenden Reihe „Studien zur Geschichte der österreichisch-ungarischen Monarchie“ publiziert.
  • Einzelforschungen zur Geschichte der Regierung und des Parlamentarismus 1848-1918, insbesondere der politischen Eliten.
  • Edition der zentralen Dokumente der Regierung: Protokolle des österreichischen Ministerrates 1848-1867 und 1867-1918, Protokolle des Gemeinsamen Ministerrates der österreichisch-ungarischen Monarchie 1867-1918. Der Ministerrat war das Zentralorgan, in dem sich die Regierungstätigkeit konzentrierte. Die Sitzungsprotokolle bilden eine zentrale historische Quelle zur Gesamtgeschichte der Monarchie.
  • Edition und sozio-ökonomisch-statistische Auswertung der Quelle „Der Franziszeische Kataster 1817-1861“ als Grundlage für Grundbuch und Bodenbesteuerung.
 

Durch die internationale Zusammenarbeit bei der Erarbeitung des Handbuches und der Edition der Ministerratsprotokolle stellt die Kommission ein Zentrum für die über Österreich hinaus als Forschungsbereich etablierten „Habsburg studies“ dar.

Die wissenschaftliche Bedeutung der von der Kommission betreuten Großprojekte darf in folgenden Zielen gesehen werden:

  • Erforschung und Analyse des historischen Modells eines föderalistischen Vielvölkerstaates und der mitteleuropäischen Konfliktgesellschaft im Zeitalter des Nationalismus.
  • Gegensteuerung zu einem medienbestimmten, eventorientierten Geschichtsbild über eine auch für die republikanische politische Identität wesentliche und im kulturellen Umfeld omnipräsente Periode österreichischer Geschichte.
  • Führungsrolle der österreichischen Geschichtswissenschaft auf dem Forschungsgebiet „Mitteleuropa“.
  • Vernetzung der internationalen Forschung unter besonderer Berücksichtigung der ehemaligen Nachfolgestaaten der Monarchie und interkulturelle Kooperation mit den sehr unterschiedlichen Positionen der angelsächsischen, deutschen und ostmitteleuropäischen Habsburgforschung.