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WittgensteinProjekt 2005-2010

 

 

 

 

 

 

 

 

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Arbeitskreis zum christlichen Diskurs der Spätantike und des Frühmittelalters
 

Koordinatoren:
Dr. Maximilian Diesenberger
Mag. Marianne Pollheimer

 

21. 5. 2010, 16 Uhr
Karl Brunner: „Neues über den St. Galler Klosterplan.“

16. 4. 2010, 16 Uhr
Kurt Smolak: „Columban als Dichter? Überlegungen zu den so genannten Carmina Columbani.“

5. 3. 2010, 16 Uhr
Alexander O’Hara: „Re-evaluating the Vita Columbani: Jonas of Bobbio and the Crisis of Columbanianism“

22. 1. 2010, 16 Uhr
Klaus Zelzer: „Die Edition der Regula Magistri im CSEL und ihre Probleme“

11. 12. 2009, 16 Uhr
Hans Förster: „Die Anfänge von Weihnachten. Der Stand der Diskussion“

13. 11. 2009, 16 Uhr
Victoria Zimmerl-Panagl: „Die Totenreden des Ambrosius: Offene Fragen zu Recht, Ritus und historischem Hintergrund“

9. 10. 2009, 16 Uhr
Stefan Schima und Clemens Gantner: „Familienbande? Mögliche Zusammenhänge zwischen dem so genannten ‘Dynastiewechsel von 751’ und dem Papstwechsel von 757“

8. 6. 2009, 15 Uhr
Clemens Weidmann: „Gekürzt oder vollständig, verloren oder doch erhalten? Zur Überlieferung von Dokumenten zum Donatistenstreit aus der Zeit des Augustinus“

13. 3. und 27. 4. 2009, 16 Uhr
Workshop: Der Kommentar zur Apostelgeschichte in der Handschrift Paris, BNF lat. 15679 (Gerda Heydemann)

15. 12. 2008 und 30. 1. 2009, 16 Uhr
Workshop: Die Altercatio ecclesiae et synagogae (Wolfgang Wischmeyer)

14. 11. 2008, 16 Uhr
Lukas Dorfbauer: „Das pseudoaugustinische Werk 'De sobrietate et castitate' - Eine frühmittelalterliche Mahnung vor dem Alkohol“

16. 6. 2008, 15 Uhr 30
Dorothea Weber und Clemens Weidmann: „Zu den neugefundenenen Augustinuspredigten“

26.4.2008, 16 Uhr
Dana Polanichka: „Definitions and discussions of 'ecclesia' in the Carolingian period“

7.3.2008, 16 Uhr
Thomas Prügl: „Hiob im Mittelalter. Die Rezeption der 'Moralia in Iob' Gregors des Großen in der scholastischen Exegese“

14.12.2007 16 Uhr
Helmut Reimitz: „Die frühmittelalterliche Geschichte der Historiae des Gregor von Tours“

9.11.2007, 16 Uhr
Hans Förster: „Die textkritischen Varianten von Lk 3:22 und ihre Bedeutung für das Verhältnis von Christentum und Gnosis in Ägypten“

5.10.2007, 16 Uhr
Victoria Panagl: „Das Problem der Buchgliederung bei Sedulius“

29.6.2007 16 Uhr
Clemens Weidmann: „Die handschriftliche Überlieferung der Werke des Heiligen Augustinus - Konzept, Struktur und Probleme einer Online-Datenbank“

1.6.2007, 16 Uhr
Jutta Tloka: „Das Projekt Novum Testamentum Patristicum - Konzept und Perspektiven“

27.4.2007 16 Uhr
Michaela Zelzer: „Der Mailänder Kirchenstreit der Jahre 385/386: Datierung und Verlauf der Ereignisse (Ambrosius Briefe 75, 75a, 76)“

30.3.2007, 16 Uhr
Albrecht Diem: „Die Regula in der Vita. Die Vita Pachomii iunioris“

23.2.2007, 16 Uhr

Kurt Smolak: „Vögel als Chiffren bei Alkuin und seinem Kreis“

19.1.2007, 16 Uhr
Stefan Schima: „Vom Wetzen in den Startlöchern.Der römische Archidiakon der Spätantike: Anwärter auf die 'Cathedra Petri'?“

17.11.2006, 15 Uhr 30
Fritz Mitthof: „Kaiserliche Osterindulgenzen: Ziele, Vorläufer und Weiterleben einer spätantiken Praxis – Überlegungen anlässlich eines Papyrusneufundes“

20.10.2006, 17 Uhr
Wolfgang Wischmeyer: „Probleme der Acta Cypriani“

12.6.2006, 16 Uhr
Dorothea Weber: „Zu Zitaten in Augustinus, Contra Iulianum 1-2“

24.4.2006, 10 Uhr 30
Matthew B. Gillis: „Imitatio Augustini im neunten Jahrhundert? Gottschalk von Orbais und seine Bekenntnisschriften“

24.3.2006, 14 Uhr
Hildegund Müller: „Augustinus, Tractatus in evangelium Iohannis: Thesen und offene Fragen“

3.2.2006, 14 Uhr
Conrad Leyser: „Die römische Tradition von Iohannes et Paulus zwischen Capua und Corbie“
Kate Cooper: „Karlsruhe Cod. Aug. 172: Tagebuch für eine frühmittelaterliche Domina Christiana?“

16.1.2006, 13 Uhr
Clemens Weidmann: „Zwischen Hippo und Lorsch. Beobachtungen zur handschriftlichen Überlieferung des Augustinus (5.-9. Jh.)

5.12.2005, 13 Uhr
Maximilian Diesenberger: „Eine bayerische Sermonessammlung um 800“

 
 
 

Wittgenstein-Kolloquium 12.03.2007 Kurzprotokoll
Bei diesem Treffen wurde die Struktur der Präsentation bei der Wittgenstein-Woche Mai 2007 weiterentwickelt. Dabei konzentrierte sich die Diskussion vor allem auf die Analyse-Ebenen „Identitäten/Alteritäten“ und die Frage der Übersetzung alttestamentarischer Identitätsmodelle in Erzählungen ethnischer Identitätskonstruktionen.

 

Wittgenstein-Kolloquium 22.2.2007 Kurzprotokoll

Im Zentrum des Treffens stand vor allem die Frage nach der strategischen Ausdifferenzierung der Präsentation des Wittgenstein-Projekts bei der Wittgenstein-Woche im Mai. Bei dieser Präsentation soll der Zusammenhang der einzelnen Teilprojekte transparent gemacht werden und anhand von Analyse-Ebenen entwickelt werden, um so dem advisory board die Möglichkeit zu geben, auf struktureller Ebene das Projekt zu erfassen und feedback zu geben.

Beispielhaft wurde anschließend versucht, anhand einiger Textpassagen aus dem für die Verhältnisbestimmung von christlichem und politisch-sozialem Diskurs im Mittelalter fundamentalen Werk De civitate dei von Augustinus und eines Briefes des Remigius von Auxerre, in dem er Erwartungshaltungen, die das nahe Ende der Welt wegen der Identifikation von Gog und Magog mit den Ungarn propagieren, widerlegt, einen möglichen Projektcluster zu entwickeln: die „Große Erzählung“ der Apokalypse.

 

Wittgenstein-Kolloquium 4.12.2006 Kurzprotokoll
Die beim vorletzten Kolloquium aufgeworfene Frage, ob Texte sich zueinander in einem Verhältnis des Kommentierens befinden können, wurde aufgegriffen. Anhand zweier Textpassagen aus Michel Foucaults „Die Ordnung des Diskurses“ und „Die Ordnung der Dinge“, die sich mit unterschiedlichen Intentionen der den Diskurs kontrollierenden Praktik des Kommentars widmen, wurde versucht, eine terminologische Präzisierung zu erarbeiten. Die Grundfrage, die sich dabei ergab, war die nach der Anwendbarkeit des Begriffs in Bezug auf mediävistische Quellen im Umfeld christlicher Exegese, aber auch in benachbarten Quellengattungen wie etwa der Hagiographie oder Historiographie.

 

Wittgenstein-Kolloquium 26. 6. 2006 Kurzprotokoll
Im Anschluß an die Diskussionen des vorhergehenden Treffens wurde die Basis der Quellentexte um zwei Berichte über Reliquientranslationen nach Sachsen, die Translatio s. Viti Martyris (840er, 850er) und die Translatio Alexandri, die in der zweiten Hälfte des 9. Jhs. von Rudolf und Meginhard von Fulda verfaßt wurde, erweitert. Diese beiden Texte entwickeln jeweils spezifische Perspektiven auf das Verhältnis Franken-Sachsen, und verbinden darüber hinaus die unterschiedlichen Entwürfe für dieses Verhältnis auch mit jeweils situations- und standortgebundenen Anliegen. In beiden Texten spielt die Betonung der Christianisierung eine wesentliche Rolle bei der Beschreibung des Integrationsprozesses der Sachsen in das karolingische Imperium, und beide Texte bilden Teile von Diskussionen über Formen und Modelle von Mission und effektiver Christianisierung.
Abschließend wurde über das Verhältnis dieser Translationsberichte zu den annalistischen Texten, die das letzte Mal besprochen wurden, diskutiert, und dabei Fragen nach unterschiedlichen Spielräumen für Widersprüche und Identitätsdiskursen in diesen Textformen festellt.

 

Wittgenstein-Kolloquium 27.4.2006 Kurzprotokoll

Die grundlegende Frage des Kolloquiums bestand darin, die Möglichkeit und Beschaffenheit von aus unterschiedlichen historischen Quellen gewonnenen Identitätsdiskursen auszuloten, wobei als Modellfall besonders ethnische Identifikationsprozesse im Mittelpunkt standen. Ausgangsbasis dafür bildeten drei Texte, in denen man die Problematik des Verhältnisses von Franken und Sachsen im 8. Jahrhundert auf unterschiedliche Weise thematisiert findet. Es handelte sich dabei um die Jahresberichte aa. 770-790 der Annales regni Francorum im Vergleich zunächst mit den sog. Annales qui dicuntur Einhardi, um die entsprechenden Berichte in den Annales Fuldenses und um eine Passage aus Hrabans Liber de oblatione puerorum, in dem Erzbischof Hrabanus Maurus ca. 829, nach den Synoden von Mainz und Worms, gegen die Argumentation des Häretikers Gottschalk und sächsischer primates argumentiert, daß in einem Prozeß nur Sachsen Zeugen für Sachsen sein können. Die Diskussion konzentrierte sich dabei auf die Rolle und Bedeutung sächsischer Identität in den drei Texten. Dabei ließen sie sich nicht nur als Beispiele verschiedener Phasen der Sinngebung untersuchen, sondern auch eines Prozesses, in dem die Verhandlungen um die Integration der Sachsen in der ersten Hälfte des neunten Jahrhunderts wichtige Ressourcen zur Gestaltung und Konzeption sächsischer Identität im fränkisch-christlichen Imperium hervorbrachten.