Projekteop
 

Diplomata-Abteilung der MGH

Frühmittelalterforschung

Inschriften des Mittelalters und der frühen Neuzeit

Regesta Imperii

Volkssprachliche Texte des Spätmittelalters

 
  Gemeinsame Projektschwerpunkte

Erprobung neuer Methoden und Bereiche hilfswissenschaftlicher Forschung besonders mit Hilfe der EDV.

 


Wiener Diplomata-Abteilung der MGH

Die Edition der Urkunden Philipps von Schwaben:
Monumenta Germaniae Historica. Diplomatum regum et imperatorum Germaniae (Die Urkunden der deutschen Könige und Kaiser). Bd. 12: Die Urkunden Philipps von Schwaben.

Die Edition der Urkunden Heinrichs VI. in zwei Teilbänden:
Monumenta Germaniae Historica. Diplomata regum et imperatorum Germaniae. Tomus XI, 1-2: Henrici VI. diplomata (Die Urkunden der deutschen Könige und Kaiser. Bd. XI, 1-2: Die Urkunden Heinrichs VI.).


Frühmittelalterforschung

ERC-Advanced Grant:
Social cohesion, identity
and religion in Europe, 400-1200

Anfang Dezember 2010 erhielt Walter Pohl den Advanced Grant des European Research Council (Beginn: 1.5. 2011). Das frühe Mittelalter ist jene Zeit, in der sich die ethnische und politische Landschaft Europas herausbildete. Das Christentum stellte mit der Bibel ein „Repertoire“ von Ordnungs- und Orientierungsmustern zur Verfügung, das ethnische Identitätsbildung entscheidend prägte. Den Interferenzen, die sich daraus ergaben, wird in mehreren Teilprojekten nachgegangen werden.

Host institution ist die Universität Wien, die ÖAW ist ‚second beneficiary’.


Spezialforschungsbereich (SFB):
Visions of Community - Comparative Approaches
to Ethnicity, Region and Empire in Christianity, Islam and Buddhism (400-1600 CE)
(VISCOM)

Anfang Dezember 2010 wurde nach einem mehrstufigen Verfahren der SFB VISCOM bewilligt (Beginn: 1.3. 2011). Unter der Leitung des Projektsprechers Walter Pohl werden zunächst für vier Jahre Sozialanthropologen und Tibetologen (Zentrum für Asienforschung der ÖAW – Andre Gingrich, Helmut Krasser), Historiker Österreichs und Osteuropas (Univ. Wien, Christina Lutter, Oliver Schmitt) an Hand christlicher, islamischer und buddhistischer Beispiele die Wechselwirkung zwischen religiösen und politischen ‚Gemeinschaftsvisionen’ im Lauf des Mittelalters vergleichend untersuchen.

Der SFB wird an der Universität Wien und an der ÖAW angesiedelt.


Cultural Memory and the resources of the past
(CMRP)

Europäisches Gemeinschaftsprojekt zur Erforschung von Kulturkontakten und -transfers im frühmittelalterlichen Europa, in Kooperation mit den Universitäten Utrecht (NL), Cambridge und Leeds (GB). Finanziert durch HERA


Wittgensteinprojekt


Abendländische Apokalyptik - Zur Genealogie eines religiösen Motivs in der europäischen Kultur“ (2009–2012)

Interdisziplinäres Forschungsprojekt im Rahmen des Stipendienprogramms der ÖAW (DOC-team) aus den Bereichen der Geschichts-, Medien-, Sprach- und Literaturwissenschaften


Historische Ethnographie und Historiographie des frühen Mittelalters

Historische Ethnographie der Franken

Historische Ethnographie der Langobarden

FWF-Projekt Historische Ethnographie der Vandalen


Quellen zur Geschichte des frühen Mittelalters, besonders des Mitteleuropäischen Raumes

Annales Fuldenses Studien zur fränkischen Annalistik

Bibliotheca Codicum Legum Langobardorum für die MGH

Das Werden Österreichs im Spiegel originaler Herrscherurkunden bis 1125  Faksimileausgabe der den österreichischen Raum betreffenden Königsurkunden (in Zusammenarbeit mit dem Institut f. Realienkunde und dem Institut für österreichische Geschichtsforschung [Brigitte Merta])

Identität und Heiligkeit im frühmittelalterlichen Bayern

Der Prediger und sein Text. Predigthandschriften im frühmittelalterlichen Bayern

Digitale Edition fränkischer Geschichtsbüchern

Frühmittelalterliche Urkunden in St. Gallen


Weitere Projekte/Kooperationen

Levison-Network

Reallexikon der Germanischen Altertumskunde
Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

Staat im Früh- und Hochmittelalter
Internationale Projektgruppe zur Entwicklung einer langfristigen Forschungszusammenarbeit

Texts and Identities in the early Middle Ages

International Medieval Congress Leeds

Arbeitskreis zum christlichen Diskurs der Spätantike und des Frühmittelalters

Interdisziplinärer Arbeitskreis Frühmittelalter

Academic Network Initiative: Latin Palaeography in Central and Central East Europe

Hludowicus-Projekt: Projekt-Gruppe zur Erforschung der Krise zur Zeit Ludwigs des Frommen

Relectio: Groupe de recherches internationales sur le haut moyen âge/International research group early Middle Ages/Internationale Forschungsgruppe Frühmittelalter

Rulers, history and exegesis: the formation of political identities in the Carolingian Empire


bereits abgeschlossen:

Projekt Schreibungen der Natur  
(Bearbeiter: Maximilian Diesenberger) 

 


ESF-Projekt Transformation of the Roman World


Inschriften des Mittelalters
und der frühen Neuzeit

Edition der Inschriften (DIE DEUTSCHEN INSCHRIFTEN" – Wiener Reihe):

Derzeit laufende Teilprojekte an der Arbeitsstelle:

Die Inschriften der Stadt Wien, Teil 1: Die Inschriften der Dom- und Metropolitankirche St. Stephan zu Wien, gesammelt und bearbeitet von Richard Perger und Renate Kohn (unter Mitarbeit von Andrea Stockhammer und Andreas Zajic) (Wiener Reihe 9. Band, Teil 1).

Der beeindruckend große Bestand von fast tausend faßbaren (im Original erhaltenen wie vor allem kopial überlieferten) Inschriften ermöglicht es, das sich über Jahrhunderte immer wieder wandelnde Ensemble inschriftlicher Denkmäler im und am Dom in einem beachtlichen Ausmaß zu rekonstruieren. In der überwiegenden Mehrzahl handelt es sich um Inschriften des Totengedenkens aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit (bis 1683). Derart stellt sich der Stephansdom in seiner besonderen Funktion als Brennpunkt städtischen Lebens dar: Zum einen als Begräbniskirche und damit als „Stätte der Memoria“ für Klerus, Bürgertum und (Verdienst-)Adel, zum anderen als steingewordene Machtdemonstration des österreichischen Landesfürsten. Mit der erstmaligen systematischen Erschließung dieses Bestandes wird ein facettenreiches Quellenmaterial zur Wiener Stadtgeschichtsforschung bereitgestellt.

Die Inschriften des Bundeslandes Niederösterreich, Teil 3: Die Inschriften des Politischen Bezirkes Krems, gesammelt und bearbeitet von Andreas Zajic (Wiener Reihe 3. Band, Teil 3).

Der Bezirk Krems umfaßt mit dem „Weltkulturerbe Wachau“ eine der historischen Kernlandschaften Österreichs: Die Sicherung der Stromschiffahrt, die Wahrung vielfältiger Interessen weltlicher wie kirchlicher Herrschaften, der intensive Weinbau und der weitreichende Handel manifestieren sich in einer dichten Abfolge von Herrschaftssitzen, Kirchen, Städten und früh urbanisierten Märkten, in denen Kunst- und Kultureinflüsse verschiedenster Herkunft – eben auch in den zahlreichen Inschriften als augenfälligen „Zeugnissen der Erinnerung“ – ihren reichen Niederschlag fanden. Mit der erstmaligen systematischen Erschließung dieses dichten und vielfältigen Inschriftenbestandes wird ein wesentlicher Beitrag zur Erweiterung und Adjustierung des Wissens um die sozial-, kultur- und wirtschaftsgeschichtlichen Strukturen dieses Raumes geleistet.


Derzeit laufende Teilprojekte durch freie Mitarbeiter in den Bundesländern:

Die Inschriften des Bundeslandes Kärnten, Teil 2: Die Inschriften des Politischen Bezirkes St. veit an der Glan, gesammelt und bearbeitet von Friedrich W. Leitner (Wiener Reihe 2. Band, Teil 2, in Vorbereitung für 2005).

In ca. 760 Katalognummern erschließt dieser Band die inschriftlichen Denkmäler des Kärntner Zentralraumes vom 12. Jahrhundert bis 1650. Die zahlreichen Inschriften des Toten­gedenkens, die Stifter- und Bauinschriften, auch eine Fülle von Inschriften auf Wandmalereien und Glasfenstern, auf Altären und Glocken bieten wertvolle Zeugnisse zur Herrschafts-, Kultur- und Geistesgeschichte dieses verkehrs- und wirtschafts­politisch bedeutenden inneralpinen Tal- und Beckenraumes. Das große Interesse von außerhalb desselben liegenden weltlichen wie kirchlichen Machtzentren manifestiert sich in Gurk als Sitz des salzburgischem Eigenbistums sowie in der Stadt Friesach als salzburgischem Verwal­tungszentrum und als Sitz des Deutschen Ritterordens südlich des Alpenhauptkammes. Bestimmend für diesen Raum sind weiters die mittelalterliche Herzogstadt St. Veit sowie eine Reihe von Märkten und Burgen.

Die Inschriften des Bundeslandes Steiermark, Teil 1: Die Inschriften der Politischen Bezirke Hartberg und Weiz, gesammelt und bearbeitet von Helfried Valentinitsch (†), fortgeführt von Meinhard Brunner (Wiener Reihe 6. Band, Teil 1).

Die Inschriften des Bundeslandes Steiermark, Teil 2: Die Inschriften der Politischen Bezirke Fürstenfeld, Feldbach und Radkersburg, gesammelt und bearbeitet von Helfried Valentinitsch (†), fortgeführt von Meinhard Brunner (Wiener Reihe 6. Band, Teil 2).

Die Inschriften des Bundeslandes Tirol, Teil 1: Die Inschriften der Politischen Bezirke Landeck, Imst und Reutte, gesammelt und bearbeitet von Werner Köfler und Romedio Schmitz-Esser (Wiener Reihe Band 7, Teil 1).

Die Inschriften des Bundeslandes Oberösterreich, Teil 1: Die Inschriften der Politischen Bezirke Rohrbach und Urfahr-Umgebung, gesammelt und bearbeitet von P. Rainer F. Schraml /Wiener Reihe 4. Band, Teil 1).

Die Inschriften des Bundeslandes Oberösterreich, Teil 2: Die Inschriften der Stadt und des Bezirkes Wels, gesammelt und bearbeitet von Walter Aspernig (Wiener Reihe 4. Band, Teil 2).


BEGONNEN wurden die Erfassungsarbeiten der Inschriften des Bundeslandes Vorarlberg durch Helmut Häusle.


Teilprojekte der Sicherheitsverfilmung der mittelalterlichen und neuzeitlichen Inschriften

Teilprojekte, die an der Arbeitsstelle verankert sind:

  • Die Sicherheitsverfilmung der Inschriften der Stadt Wien

  • Die Sicherheitsverfilmung der Inschriften in Niederösterreich

  • Die Sicherheitsverfilmung der Inschriften in Oberösterreich

  • Die Sicherheitsverfilmung der Inschriften in Vorarlberg

Der Aufbau weiterer Teilprojekte (nach bereits realisierten Vorarbeiten z.B. in Teilen Salzburgs und des Burgenlandes) ist in Planung.

(Die Sicherheitsverfilmung der Inschriften der Steiermark wird von der Historischen Landeskommission der Steiermark getragen, diejenige der Inschriften von Kärnten vom Landesmuseum für Kärnten.)


Regesta Imperii:

Die von der Arbeitsgruppe bearbeiteten römisch-deutschen Kaiser und Könige

Konrad III. (1138-1152): Regesta Imperii IV. Ältere Staufer 1125-1197/8,
1. Abt.

Friedrich I. (1152-1190): Regesta Imperii IV. Ältere Staufer 1125-1197/8,
2. Abt.

Albrecht I. (1298-1308): Regesta Imperii VI.
3. Abt.

Wenzel I. (IV.) (1363/1376-1400/1419): Regesta Imperii IX.

Sigismund (1410-1437): Regesta Imperii XI.

Friedrich III. (1440-1493): Regesta Imperii XIII

Maximilian I. (1486/1493-1519): Regesta Imperii XIV.


Volkssprachliche Texte des Spätmittelalters

Die Arbeitsgruppe „Volkssprachliche Texte  des Spätmittelalters" konstituierte sich im April 2011 mit dem Beginn des internationalen kooperativen Projektes „Origins oft he Vernacular Mode“, finanziert im Rahmen des ERC-Starting grants, erteilt im Jahr 2010 an Dr. Pavlína Rychterová. An dem Projekt ist neben IMAFo das Zentrum für mediävistische Studien der Tschechischen Akademie der Wissenschaften in Prag beteiligt.



Inhaltsverzeichnis

Mitarbeiterprofile/Kontakt

Research Policy Materials

Aufgaben

Publikationen

Veranstaltungen

Kuratorium

Links

Home

Letzte Änderung am: 05.05.11