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AUFGABE DES INSTITUTS FÜR
MITTELALTERFORSCHUNG
… ist die Erschließung, Edition und Interpretation von Quellen
zur Geschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Dazu
zählen vor allem Urkunden, Handschriften und Inschriften.
Dazu gehören insbesondere:
Das Institut verbindet dabei auf international
einzigartige Weise zwei wichtige Forschungsfelder der mittelalterlichen
Geschichte: auf der einen Seite nachhaltige und langfristige Quellenarbeit und
das Studium schriftlicher Überlieferungen auf Basis hilfswissenschaftlicher
Methodik, auf der anderen Seite die Untersuchung historischer
Identitätsbildungsprozesse des Mittelalters.
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GESCHICHTE DES INSTITUTS
Das Institut wurde von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
(ÖAW) 1998 gegründet. Es besteht aus den Arbeitsgruppen für die Wiener
Diplomata-Ausgabe der Monumenta Germaniae Historica (MGH), für
Frühmittelalterforschung, für die Herausgabe der Inschriften des Deutschen
Mittelalters, für die Neubearbeitung der Regesta Imperii und für die
Untersuchung volkssprachlicher Texte des Spätmittelalters.
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,DUNKLES‘
MITTELALTER? – MITTELALTERLICHE GRUNDLAGEN DER MODERNEN WELT
Das Mittelalter gilt oft als Gegenbild zur aufgeklärten Moderne: dunkle
Jahrhunderte, in denen Armut, Unwissen, Aberglauben, Blutrache, Folter und
Hexenverfolgung herrschten. Es ist eine Zeit, die uns seltsam vertraut und
zugleich fremd ist. Dabei wird gerne übersehen, daß in dieser Epoche die
Grundstrukturen des modernen Europa gestaltet wurden.
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WOZU MITTELALTERFORSCHUNG?
Wir wissen noch immer viel zu wenig darüber, was soziale Gemeinschaften
zusammenhält und wie sie sich verändern. Im Mittelalter lassen sich
gesellschaftliche Veränderungen aus der Distanz und über lange Dauer in
ihren Zusammenhängen beobachten.
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