Aktuelle Projekte im Bereich EDV: Arbeitsgruppe Frühmittelalterforschung Digitale Edition von drei fränkischen Geschichtsbüchern aus der Karolingerzeit im Internet: Quellen zur Langobarden-Geschichte Völkerwanderungsbibliographie (coming soon) Kommunikationsforen (WIKI und SharePoint) zu spez. Forschungsthemen (nur intern zugänglich) Arbeitsgruppe Inschriften Ziel: Österreichweite Datenbank des gesamten inschriftlichen Denkmalbestandes (Koordination: Mag. Gertrud Mras, Dr. Renate Kohn) Arbeitsgruppe Regesta Imperii Arbeitsgruppe Diplomata Die "digitalen" Monumenta / Die MGH im Internet die "elektronischen" Monumenta / Die MGH auf CD-Rom Gemeinsame Projektschwerpunkte: Pragmatische Schriftlichkeit, soziales Gedächtnis und Besitzsicherung: Durch Schreiben gestaltet jede Generation ihre Vergangenheit und Gegenwart; in Texten werden Identitäten entworfen. Oft steht die Überlieferung von Texten im Zusammenhang mit der Sicherung von Herrschaft und/oder Besitz. Die anregende neue Forschungsdiskussion über Schriftlichkeit, Erinnern und Vergessen etc. kann mit hilfswissenschaftlichen Fragestellungen, die in Wien selbstverständlich sind, verknüpft werden. Der Gang der Überlieferung, die Anlage von Handschriften, die Auswahl und Veränderung von Texten, Strategien der Besitzsicherung und Herrschaftslegitimation, die Selbstdarstellung in Inschriften und ähnliches sollen zum Thema werden. Die Reihe der Werkstattgespräche Vom Nutzen des Schreibens diskutierte diese Fragen. Eine Publikation ist erschienen. Zusammengearbeitet wurde dabei auch mit der Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters. Ethnische und soziale Identitäten: Ethnogenese, Landwerdung, Nationsentwicklung im Mittelalter: Die drei Fragenbereiche sind bisher oft getrennt voneinander untersucht worden. Das Institut könnte dazu beitragen, die Entwicklung der mittelalterlichen Völker, Länder und Nationen stärker im Zusammenhang zu sehen und die methodischen Erkenntnisse aus jedem dieser Bereiche auch in anderen nutzbar zu machen. Ein solcher thematischer Längsschnitt kann Anknüpfungspunkte zwischen den einzelnen Quellenbeständen (Urkunden, Inschriften, Historiographie etc.) bieten und eine inhaltliche Zusammenarbeit ermöglichen. Staatlichkeit, Herrschaftsdurchsetzung und sozialer Wandel: Dieser Fragenkomplex hängt eng mit den beiden anderen Themen zusammen. Einige Aspekte davon sind: der Wandel politischer Leitbilder; Konfliktformen und Konfliktbewältigung; rechtliche Absicherung von Herrschaft und Besitz; Programmatik und Wirksamkeit von Gesetzen (z.B. Leges oder Ius commune); Formen der Repräsentation. Zur Untersuchung der Staatlichkeit im Früh- und Hochmittelalter hat sich eine internationale Forschergruppe gebildet, die im Frühjahr 1999 ein erstes Treffen abhielt. |