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Letzte Änderung am: 19.01.12

Inschriften
des Mittelalters und der frühen Neuzeit

DIESE SEITE IST UMGEZOGEN AUF http://www.oeaw.ac.at/imafo/inschriften/


Aufgaben | Projekte | MitarbeiterInnen


 

Aufgaben

Unter den verschiedenen Sparten historischer Quellen nehmen die Inschriften einen ganz spezifischen Stellenwert ein. Im Gegensatz zu anderen Schriftzeugnissen, die sich in Archiven und Bibliotheken befinden, sind Inschriften (an oder in Gebäuden, in Kirchen, in Verbindung mit Denkmälern verschiedenster Art) Teil des öffentlichen und halböffentlichen Lebensraumes. Die Spannweite des Gestaltungswillens und der Aussagemöglichkeiten ist dabei sehr groß: Sie reicht von ganz schlichten, oft spontan und sehr persönlich gehaltenen „Zeugnissen der Erinnerung“ bis zu Denkmälern von hohem kunst- und kulturgeschichtlichem Rang und repräsentativer Wirklichkeit. Inschriften sind daher ein besonderes Medium der Schriftlichkeit, in dem Text- und Schriftgestaltung, Bild- und Dekorgestaltung, Material und Technik eng zusammenspielen. Im reichen Spektrum der mittelalterlichen und neuzeitlichen Quellengattungen gewinnt die facettenreiche Quellengattung „Inschrift“ immer mehr an Interesse und Bedeutung für viele Zweige historisch ausgerichteter Wissenschaften, nicht nur für die Regional- und Landesgeschichte, sondern ebenso für Sozial- und Wirtschafts-, Kultur- und Mentalitätsgeschichte, Kirchen- und Rechtsgeschichte, für Prosopographie, Genealogie und Heraldik, für Schriftkunde und Kunstgeschichte, für deutsche und lateinische Philologie.

Zur Erfassung, Dokumentation und Edition dieser Quellen laufen daher zwei – miteinander eng zusammenhängende – Großprojekte:

Sammlung, wissenschaftliche Bearbeitung und Edition der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Inschriften Österreichs und Südtirols (bis ca. 1650):
Die Edition erfolgt nach strengen gemeinsamen Richtlinien im Verbund mit allen
deutschen Akademien im Rahmen des langfristigen editorischen Großunternehmens "Die deutschen Inschriften" (Wiener Reihe). Jeder Band präsentiert den gesamten faßbaren Inschriftenbestand eines bestimmten Raumes und erschließt diesen nach einem breitgefächerten Kriterienkanon.

(Gesamtredaktion: Dr. Renate Kohn, PD Dr. Andreas Zajic)

Sicherheitsverfilmung des inschriftlichen Denkmalbestandes (bis ca. 1800):
Die Sicherheitsverfilmung hat zum Ziel, den heute noch existierenden Inschriftenbestand im Bild „zu sichern“: Angesichts der zerstörerisch wirkenden
Schadstoffeinflüsse unserer Umwelt und der dadurch rapid zunehmenden Gefährdung auch dieser Denkmalgattung ist eine rasche und möglichst flächendeckende bildliche Erfassung zum vordringlichen Anliegen geworden. Im Aufbau begriffen ist ein österreichweites, wissenschaftlich dokumentiertes Inschriften-Bildarchiv.  (österreichweites Dokumetationsvorhaben; Projektorganisation: Mag. Gertrud Mras)

Neben der Erfassung, Dokumentation und Erschließung der inschriftlichen Quellen Österreichs leisten auch quellenauswertende Studien einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Epigraphik des Mittelalters und der frühen Neuzeit, die europaweit immer mehr an Ansehen und Bedeutung gewinnt (Zusammenarbeit vor allem mit dem
Epigraphischen Forschungs- und Dokumentationszentrum 
an der Universität München

inschrift.JPG (21469 Byte)

Stifterinschrift Kaiser Friedrichs III. eines – bedauerlicherweise zerstörten – den Hl. Christophorus darstellenden Wandbildes im Presbyterium des Wiener Neustädter Doms, 1493.


Projekte

Edition der Inschriften (DIE DEUTSCHEN INSCHRIFTEN" – Wiener Reihe):

Derzeit laufende projekte:

Die Inschriften der Stadt Wien, Teil 1: Die Inschriften der Dom- und Metropolitankirche St. Stephan zu Wien I (bis 1520), gesammelt und bearbeitet von Renate Kohn und Richard Perger (Wiener Reihe 9. Band, Teil 1).

Die Inschriften des Bundeslandes Niederösterreich, Teil 4: Die Inschriften der Stadt Krems, gesammelt und bearbeitet von Andreas Zajic (Wiener Reihe 3. Band, Teil 4)

Die Inschriften den Bundeslandes Oberösterreich, Teil 1: Die Inschriften des Politischen Bezirks Eferding, gesammelt und bearbeitet von Roland Forster (Wiener Reihe 4. Band, Teil 1)


Bände von freien mitarbeitern:

Die Inschriften des Bundeslandes Tirol, Teil 1: Die Inschriften der Politischen Bezirke Landeck, Imst und Reutte, gesammelt und bearbeitet von Werner Köfler und Romedio Schmitz-Esser (Wiener Reihe Band 7, Teil 1), in Druckvorbereitung.

Die Inschriften des Bundeslandes Steiermark, Teil 1: Die Inschriften der Politischen Bezirke Hartberg und Weiz, gesammelt und bearbeitet von Helfried Valentinitsch (†), fortgeführt von Meinhard Brunner (Wiener Reihe 6. Band, Teil 1).

Die Inschriften des Bundeslandes Oberösterreich, Teil 1: Die Inschriften der Politischen Bezirke Rohrbach und Urfahr-Umgebung, gesammelt und bearbeitet von P. Rainer F. Schraml /Wiener Reihe 4. Band, Teil 2).

Die Inschriften des Bundeslandes Oberösterreich, Teil 2: Die Inschriften der Stadt und des Bezirkes Wels, gesammelt und bearbeitet von Walter Aspernig (Wiener Reihe 4. Band, Teil 3).


Teilprojekte der Sicherheitsverfilmung der mittelalterlichen und neuzeitlichen Inschriften

Teilprojekte, die an der Arbeitsstelle verankert sind:

  • Die Sicherheitsverfilmung der Inschriften der Stadt Wien

  • Die Sicherheitsverfilmung der Inschriften in Niederösterreich

  • Die Sicherheitsverfilmung der Inschriften in Oberösterreich

  • Die Sicherheitsverfilmung der Inschriften in Vorarlberg

(Die Sicherheitsverfilmung der Inschriften der Steiermark wird von der Historischen Landeskommission der Steiermark getragen, diejenige der Inschriften von Kärnten vom Landesmuseum für Kärnten.)


MitarbeiterInnen

Arbeitsgruppenleitung
Dr.Renate Kohn Dw 7231 e-Mail CV & Publikationsliste

MitarbeiterInnen:

PD Dr. Andreas Zajic • DW 7232 • e-Mail CV & Publikationsliste

Dr. Roland Forster • DW 7234 • e-Mail CV & Publikationsliste

Mag.Gertrude Mras • DW  7233 • e-Mail CV & Publikationsliste

Derzeit 8 Freie Mitarbeiter


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