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Inschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit Institut für Mittelalterforschung •
Österreichische Akademie
der Wissenschaften •
+43-(0)1-51581p |
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Im Bewußtsein der großen Bedeutung wie auch des vielfältigen Aussagewerts von Inschriften als historische Quellengattung haben sich die deutschen Akademien und die Österreichische Akademie der Wissenschaften im Jahr1936 zu einem großangelegten Forschungsvorhaben und Editionsunternehmen zusammengeschlossen mit der langfristigen Zielsetzung, das inschriftliche Kulturgut aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit zu erfassen, wissenschaftlich zu bearbeiten und nach einheitlichen strengen Richtlinien im Rahmen der Editionsreihe Die Deutschen Inschriften zu publizieren. Die alten und die neu- bzw. wiederbegründeten Inschriften-Arbeitsstellen aller Akademien arbeiten heute sehr eng zusammen. Gerade in den letzten beiden Jahrzehnten sind – trotz immer wieder auftretender Schwierigkeiten, Verzögerungen und Unterbrechungen – zwei Drittel der bisher 80 Editionsbände erschienen; zahlreiche weitere befinden sich in unterschiedlichen Stadien der Bearbeitung. Dies ist viel – bedenkt man die interdisziplinäre Ansprüchlichkeit, die das Editionsunternehmen an sich selbst stellt. Und dies ist wenig – bedenkt man den überblicksmäßig vorausgeschätzten Gesamtumfang dieses Großvorhabens auf etwa 450 Bände. Lit.: Walter Koch, 50 Jahre Deutsches Inschriftenwerk (1934-1984). Das Unternehmen der Akademien und die epigraphische Forschung, in: Karl Stackmann (Hg.), Deutsche Inschriften. Fachtagung f. mittelalterl. und neuzeitl. Epigraphik Lüneburg 1984 (Abhandlungen d. Akad. d. Wissensch. in Göttingen, philol.-hist.Kl. 3.F. 151) Göttingen 1986, 15-45. Andreas Zajic, Aufgaben und Stand der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen epigraphischen Forschung in Österreich. Mit einem Schwerpunkt auf inschriftenpaläographischen Fragestellungen, in: Hana Pátková/Pavel Spunar/Juraj Sedivy (hg.), The History of Written Culture in the "Carpatho-Danubian" Region I (Bratislava/Praha 2003) 79-90. |
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Edition: Die Arbeitsgruppe "Inschriften des Mittelalters und der frühen Neuzeit" arbeitet im Zusammenwirken mit Inschriften-Arbeitsstellen an allen deutschen Akademien an der Sammlung, Dokumentation und Edition des inschriftlichen Kuturgutes des deutschen Sprachraumes: Erfaßt werden sowohl die heute noch erhaltenen als auch die nur mehr kopial (in Text oder Bild) überlieferten Inschriften des deutschen Sprachraums (mit Ausnahme der deutschsprachigen Schweiz), vorwiegend also in lateinischer und deutscher Sprache (auf Grabdenkmälern, Glas- und Wandmalereien, auf Glocken und Sakralgeräten, Bauwerken, Flurdenkmälern u.v.m.). Die zeitliche Obergrenze knüpft an das Editionswerk des Corpus Inscriptionum Latinarum an, die untere Zeitgrenze liegt in der Regel im 17. Jahrhundert. Die Arbeitsbereiche sind regional aufgeteilt; der Bearbeitungsbereich der Wiener Arbeitsgruppe umfaßt ganz Österreich und Südtirol. Die räumliche Gliederung der Edition erfolgt nach modernen Verwaltungseinheiten, daher gliedert sich die Gesamtedition in klar umrissene unabhängige Teilprojekte. Die Edition erfolgt nach einheitlichen Richtlinien
im Rahmen der interakademischen Editionsreihe
"Die
Deutschen Inschriften" Die Relevanz dieser Inschriften-Edition ist eine mehrfache:
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Publikation
epigraphik 2000 VORWORT
RÜDIGER FUCHS, Die Kapitalis-Inschriften von Trierer Bildhauern des 16. Jahrhunderts |
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Andreas Zajic
Die Inschriften des
Bundeslandes Niederösterreich Teil 3:
Die Inschriften des Politischen Bezirks Krems (Wien 2008)
Die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Inschriften des Politischen
Bezirks Krems in Niederösterreich bis zum Jahr 1650 bieten einen
aufschlußreichen Blick in die historische Entwicklung eines Kernraums
österreichischer und mitteleuropäischer Geschichte, der mit dem
Donauabschnitt zwischen Melk und Krems u. a. das UNESCO-Weltkulturerbe
Wachau umfaßt. |
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Friedrich W. Leitner Die Inschriften des Bundeslandes Kärnten Teil 2: DIE INSCHRIFTEN DES POLITISCHEN BEZIRKS ST. VEIT AN DER GLAN (Wien 2008) In 766 Katalognummern einer kommentierten Edition erschließt dieser Band die inschriftlichen Denkmäler des Kärntner Zentralraumes vom 12. Jahrhundert bis 1650. Erfasst sind nicht nur die heute noch im Original erhaltenen Inschriften, sondern auch diejenigen, die lediglich durch ältere Abschriften, Zeichnungen oder Photographien überliefert sind. 17 thematisch gegliederte Register ermöglichen je nach Fachinteresse verschiedene Zugänge zum Katalogteil; 263 Abbildungen veranschaulichen die Vielfalt dieses inschriftlichen Quellen- und Kulturgutes. Die zahlreichen Inschriften des Totengedenkens, die Stifter- und Bauinschriften, auch eine Fülle von Texten auf Wandmalereien und Glasfenstern, auf Altären und Glocken bieten wertvolle und facettenreiche Zeugnisse zur Herrschafts-, Kultur- und Geistesgeschichte dieses verkehrs- und wirtschaftspolitisch bedeutenden inneralpinen Durchgangsraumes. Das große Interesse von außerhalb desselben liegenden weltlichen und kirchlichen Machtzentren manifestiert sich in Gurk als Sitz des salzburgischen Eigenbistums sowie in der Stadt Friesach als salzburgischem Verwaltungszentrum und als Sitz des Deutschen Ritterordens südlich des Alpenhauptkamms. Bestimmend für diesen Raum sind auch die mittelalterliche Herzogstadt St. Veit sowie eine Reihe von Märkten und Burgen. In den inschriftlichen Denkmälern spiegeln sich nördliche wie südliche Einflüsse wider. |
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Renate Kohn Die Inschriften des Bundeslandes Niederösterreich Teil 2: Die Inschriften der Stadt Wiener Neustadt Text von unterhalb des Bandverzeichnisses heraufholen: Der Band enthält 363 Katalognummern (bitte Link beibehalten) aus dem Zeitraum zwischen der Mitte des 13. Jahrhunderts und 1683, wobei in 227 Katalognummern die noch im Original erhaltenen Inschriften präsentiert sind. Der Inschriftenbestand Wiener Neustadts spiegelt die Entwicklung der Stadt genau wider: Aus der Zeit vor 1400 sind nur 15 Inschriftentexte bekannt, zwischen 1400 und 1436 10, zwischen dem Regierungsantritt des späteren Kaisers Friedrich III. als österreichischer Landesfürst, 1437, und seinem Tod, 1493, sind es jedoch 129 – insgesamt 57 mit Friedrichs Devise AEIOU geschmückte Denkmäler zeugen von der Vorliebe des Kaisers für diese seine Residenzstadt. Das 16. Jahrhundert mit nur 71 Inschriften war eine Zeit des Niedergangs, während in den Jahren zwischen 1600 und 1683 wiederum 138 Inschriften bekannt sind. Da es möglich war, die Informationen aus den inschriftlichen Quellen mit dem nahezu lückenlos erhaltenen archivalischen Bestand der Stadt zu verknüpfen, konnte in diesem Inschriftenband über die Inschriftenedition hinaus ein wichtiger Beitrag zur Stadtgeschichtsforschung geleistet werden. |
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Inschriften - die gleichsam als "für die Ewigkeit geschaffene" Botschaften in vermeintlich dauerhaftes Material geschrieben worden waren - sind heute, bedingt durch die agressiven Schadstoffeinwirkungen unserer Umwelt mehr denn je in ihrem Bestand bedroht. Es gilt also nicht nur, sie auf dem vergänglichen Beschreibstoff Papier in Form einer (arbeits- und zeitaufwendigen) Inschriften-Edition festzuhalten, sondern möglichst rasch und möglichst flächendeckend auch im Bild zu dokumentieren und zu "sichern". Ausländischen Vorbildern folgend initiierte Prof. Dr. Walter Koch (von 1988 bis 1997 Obmann der Inschriftenkommission der ÖAW als Vorgängerinstitution der Arbeitsgruppe Inschriften) eine Photosicherung der noch bestehenden inschriftlichen Denkmäler, wobei die untere Zeitgrenze der Erfassung - im Gegensatz zur Edition - mit etwa 1800 angesetzt wurde, um möglichst viel von diesem vielfältigen inschriftlichen Kulturerbe zu erfassen. Dieses österreichweit konzipierte, mit einer knappen Begleitdokumentation versehene Bildarchiv soll präzise und detailgetreue Arbeitsgrundlagen für gegenwärtige und vor allem zukünftige Fragen und Problemstellungen gewährleisten. Unmittelbaren Nutzen aus den Ergebnissen der Sicherheitsverfilmung zieht die Inschriften-Edition, für die damit wertvolle Vorarbeiten geleistet werden. Darüber hinaus bietet dieses Photoarchiv aber auch einen – derzeit notwendigerweise noch lückenhaften – Überblick über den gesamten Schatz der inschriftlichen Denkmäler Österreichs. Um die langfristige Haltbarkeit dieses wertvollen Archivguts (derzeit ca. 13.500 Bilder) zu gewährleisten, werden die Photos nach wie vor analog auf der Basis von schwarzweiß-Großbildnegativen erstellt. Zu jeder Aufnahme gibt es neben einem Positiv und – seit 2006 – einem digitalen Scan zwei Negative, wobei jeweils eines davon als Sicherheitskopie örtlich getrennt in einem Stahlschrank im Archiv der ÖAW verwahrt wird. Eine epigraphische Datenbank als effizientes Mittel der Archivorganisation des Bildmaterials befindet sich derzeit im Erprobungsstadium. Als erster Bestand wird ein großer Teil der Photos zu den Inschriften der Stadt Wien im Laufe des Jahres 2011 in diese Datenbank eingegeben. Derzeit laufen vier an der Arbeitsstelle direkt verankerte Teilprojekte, und zwar in den Bundesländern Wien, Nieder- und Oberösterreich sowie in Vorarlberg, wobei die Finanzierung zum überwiegenden Teil von den Kulturabteilungen des jeweiligen Landes getragen wird. (Vgl. dazu auch das generelle Schema eines Projektablaufes). Weitere Teilprojekte stehen in Planung. |
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VERZEICHNIS DER BISHER ERSCHIENENEN BÄNDE DER GESAMTREIHE
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AspernigWalter
HR Dr., Wels (Gymnasialdirektor i.R., Landeshistoriker),
Brunner
Meinhard Mag. (Landeshistoriker),
Köfler
Werner Univ.Doz. Dr., Innsbruck (Direktor i.R. des Tiroler Landesarchivs),
Leitner
Friedrich Wilhelm HR Dr. (Direktor i.R. des Kärntner Landesmuseums),
Malina
Michael (Photograph) Hochstraß 169, 3033 Altlengbach Schmitz-Esser
Romedio Dr., München (Historisches Seminar
der LMU)
Schraml
Mag. P. Rainer
Ocist., Wilhering (Stiftsarchivar und Gymnasialprofessor), Stockhammer Andrea Dr. (Direktorin Mainzer Landesmuseum) Email: Stockhammer |
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Inschriften-Arbeitsstellen an Deutschen Akademien Inschriften-Arbeitsstellen an Deutschen Akademien Inschriften-Kommission der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften http://www.inschriften.uni-bonn.de, Email: inschriften@uni-bonn.de
D –
53113 Bonn, Konviktstraße 11, Tel.: +49-228/7351-61, Fax:
+49-228/7337-78 Dr. Sonja Hermann Dr. Ulrike Spengler-Reffgen
Inschriften-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
http://www.inschriften.uni-goettingen.de Inga Fink, M.A., Email: ifinck@uni-goettingen.de Dr. Jörg H. Lampe, Email: jlampe2@gwdg.de
Arbeitsstelle Inschriften in Greifswald Dr. Jürgen Herold
Forschungsstelle Inschriften der Heidelberger Akademie der
Wissenschaften
Inschriften-Kommission der Sächsischen Akademie der Wissenschaften
zu Leipzig
Inschriften-Kommission der Akademie der Wissenschaften und Literatur
zu Mainz
Inschriften-Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
Epigraphisches Forschungs- und Dokumentationszentrum am Lehrstuhl
für Geschichtliche Hilfswissenschaften der Universität München
D-80539 München, Geschwister-Scholl-Platz 1, Tel.: 0049-89/
2180-2487, Fax: 0049-89/2180-2084, EMail:
GHW
Dr. Franz A. Bornschlegel, Email: franz.a.bornschlegel |
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