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| 5.1. Ego Trouble | 5.2. Archäologie der Identität | 5.3. Warrior Symbols and Female Beauty | 5.4. 'Römische' Identitäten im archäologischen Befund | 5.5. Mensch und Gebirge | 5.6. Sprache und Identität | 5.7. Epigraphik und Identität 5.1. Ego TroubleEin Symposion und ein Sammelband unter dem Titel „Ego Trouble. Authors and their Identities in the Early Middle Ages“ ging der Frage individueller Identitätsentwürfe im Frühmittelalter nach. Seit Langem geht die Geschichtswissenschaft davon aus, dass es im Mittelalter gar keine Individuen im modernen Sinn gegeben hat, nur schwache, selbstvergessene Menschen, überwältigt vom Glauben an einen allmächtigen Gott, gebunden an eine strenge Kirche und an übermächtige Kollektive. Das antike Individuum, so lesen wir häufig, ging im 5. Jahrhundert mit dem Ende der klassischen Kultur unter. Allenfalls wird diskutiert, ob der Ursprung des ‚modernen‘ Individuums in der Scholastik des 12. Jahrhunderts liegt oder erst in der Renaissance. Um diese verbreitete These zu überprüfen, untersucht der Band die Spuren, die frühmittelalterliche Autoren von Augustinus (um 400) bis Brun von Querfurt (um 1000) in ihren eigenen Texten hinterlassen haben. Wann sprechen sie von ‚ich‘ oder ‚wir‘, wovon grenzen sie sich ab, und vor allem, wie schildern sie Konflikte, in die sie selbst geraten sind? ....mehr (PDF) Publikationen Veranstaltungen 5.2. Archäologie der IdentitätKönnen archäologische Funde und Befunde über vergangene Identitäten Auskunft geben? Diese Frage knüpft an die aktuellen Debatten um die ethnische Interpretation in der Archäologie an. Eine internationale Tagung und ein Sammelband versuchte sie in einen neuen Zusammenhang zu stellen. Damit wurde ein Kernproblem der historischen Interpretation materieller Überreste und der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Geschichte und Archäologie aufgeworfen. Wie und unter welchen Bedingungen erlauben Grabungsergebnisse Rückschlüsse auf vergangene Zugehörigkeiten? Zwei Dinge sind methodisch zunächst zu unterschieden: einerseits die Einteilung in Populationen nach modernen, objektivierbaren Kriterien (nach Typen von Funden oder Befunden in Gräbern, nach Altersgruppen, genetischen Merkmalen etc.); und andererseits bewusst ausgedrückte ethnische und soziale Identitäten, die sich Zeichen und Symbolen aller Art bedienen können.....mehr (PDF) Publikationen Veranstaltungen 5.3. Warrior Symbols and Female BeautyBearbeiterin: Irene BarbieraThe main aim of the project was to investigate late antique and early medieval funerary rituals in Northern Italy, to understand how they were employed to display and create social identities by different communities in different periods. Particular attention was dedicated to the changes of funerary habits, which occurred during this period and to see whether they could be related to social transformations and political and economical changes........mehr (PDF) Publikationen 5.4. 'Römische' Identitäten im archäologischen Befund des FrühmittelaltersBearbeiter: Philipp von RummelOb Ethnizität eine sinnvolle analytische Kategorie in den archäologischen Wissenschaften darstellt, ist eine gleichermaßen komplexe wie umstrittene Frage. Der Grund des großen Interesses an diesem Thema ist jedoch sowohl einfach als auch essentiell. Wohl jeder Ausgräber hat es erlebt, dass Passanten oder Besucher fragen, wer es denn gewesen sei, der den Ausgrabungsbefund hinterlassen habe. Bei einer Antwort wie „Das ist ein frühmittelalterlicher Friedhof“ wird dann meist nachgehakt: „Und wer waren die Menschen?“. Der Archäologe antwortet dann zögerlich „Wahrscheinlich Alemannen“, womit der Passant zufrieden weitergeht: „Achso, unsere Leute also“. Wie aktuell auch die feuilletonistischen Debatten um den Umgang europäischer Länder mit Immigration zeigen, betrachten größte Teile der Bevölkerung noch immer die Interaktion verschiedener Völker und ihrer Kulturen als hauptsächlichen Antrieb historischer Veränderung....mehr (PDF) Publikationen 5.5. Mensch und Gebirge im FrühmittelalterBearbeiterin: Katharina WincklerDas Projekt „Die Alpen in den Jahren 500 bis 800“ untersuchte gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Entwicklungen der alpinen Räume im fraglichen Zeitraum. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie sich die provinzialrömische Bevölkerung des endenden 5. Jahrhunderts zu der frühmittelalterlichen des 8. Jahrhunderts formte....mehr (PDF). Publikationen 5.6. Sprache und IdentitätDie Sprache gilt gemeinhin als eines der wesentlichen Kriterien für ethnische Zugehörigkeit. Das war schon im Frühmittelalter so, zum Beispiel bei Isidor von Sevilla. Seit der Romantik hat sich diese Vorstellung vor allem in der deutschen Sprachwissenschaft und Geschichtsforschung zu einem methodischen Prinzip verfestigt. Danach können wir die Sprecher einer Sprache und die Träger einer bestimmten Kultur in der Regel problemlos mit einem in den Quellen genannten Völkernamen identifizieren, auch wenn dessen Bedeutungsbereich in den Texten unklar bleibt. Was die materielle Kultur betrifft, ist diese Übereinstimmung in der Archäologie seit einiger Zeit heftig umstritten. Bei der Sprache scheint es naheliegender zu sein, dass der durch eine mehr oder weniger einheitliche Sprache umschriebene Kommunikationsraum auch einer 'ethnischen' Gemeinschaft entspricht....mehr Publikationen Veranstaltungen 5.7. Epigraphik und Identität im FrühmittelalterBearbeiter/in: Flavia de Rubeis, Luca CardinDas Projekt der Untersuchung der epigraphischen Quellen umfasste den Zeitraum vom fünften bis zum neunten Jahrhundert. Gegenstand der Untersuchung waren jene Inschriften, die aufgrund paläographischer (oder territorialer) Usancen als langobardisch, merowingisch, westgotisch oder karolingisch definiert sind. Die Ziele des Projektes waren: a) die Bestimmung von Gruppen von Denkmälern, die durch graphischtextuelle Homogenität und relative territorielle Verbreitung gekennzeichnet sind („Schriftlandschaften“); b) die Prüfung möglicher Verbindungen zwischen diesen Schriftlandschaften und den sozialen Gruppierungen innerhalb dieser Gebiete; c) die Verwendung dieser Schrift durch die genannten Gruppen als Faktor einer ethnisch-kulturellen Identität zu untersuchen....mehr (PDF) Publikationen |
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