Internationale Kooperation auf dem Weg zur Energiegewinnung aus Kernfusion
Österreichische Forschungsinstitute und Industriebetriebe nehmen seit vielen Jahren an Fusionsforschungsprojekten mit Fusionsforschungszentren innerhalb und außerhalb Europas teil. Der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union ermöglichte eine direkte Einbindung in das europäische Fusionsforschungsprogramm. Der Assoziationsvertrag zwischen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Europäischen Kommission wurde am 15. November 1996 abgeschlossen.
Das europäische Fusionsforschungsprogramm wird von der Generaldirektion Forschung, Direktorat Energie der Europäischen Kommission koordiniert. Vorrangige Ziele des Europäischen Fusionsforschungsprogramms für das 7. EU Rahmenprogramm für Forschung und Technologieentwicklung (2007 bis 2013) sind die Teilnahme am Bau der Versuchsanlage ITER in Cadarache (Frankreich) und die Erhaltung und Erweiterung der theoretischen und technologischen Wissensbasis in den EURATOM-Assoziationen. ITER ist ein Großprojekt auf dem Weg zu einem Fusionskraftwerk, das Energie aus der Verschmelzung leichter Atomkerne gewinnen soll. Derzeit besteht die Internationale ITER Organisation aus sieben Partnern (EU, China, Indien, Japan, die Republik Korea, Russland und die Vereinigten Staaten).

So soll die Anlage in Cadarache aussehen.
Technologische und experimentelle Forschung im Rahmen des "European Fusion Development Agreement" (EFDA) wird von den "EFDA Close Support Units" in Garching, Culham (JET) und Barcelona koordiniert. Das "European Joint Undertaking for ITER", das formal am 27. März 2007 mit Sitz in Barcelona (Fusion for Energy) errichtet wurde, ist für Management und Koordination der europäischen Beiträge zum ITER Projekt verantwortlich.
Österreich ist in allen Ausschüssen des europäischen Fusionsforschungsprogramms vertreten.