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12.10.2010

Über Musik und Sprache

Gastvortrag des Berliner Philosophen Albrecht Wellmer
im Rahmen der Leibniz Lectures an der ÖAW



Gibt es eine Sprache der Musik? Und wenn ja, wie verhält sie sich zur gewöhnlichen (Wort-)Sprache? Diesen Fragen geht der Philosoph Albrecht Wellmer im Rahmen seines Vortrags "Über Musik und Sprache" am 19. Oktober 2010, 18:15 Uhr, in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Wien (Festsaal, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien) nach. Am Tag danach findet eine Diskussion mit dem Wissenschaftler zu den Thesen seines Vortrags statt.

Albrecht Wellmer ist emeritierter Professor für Philosophie der Freien Universität Berlin, er lehrte auch an der Universität Konstanz sowie an der New School for Social Research in New York. 2006 erhielt er den Theodor-W.-Adorno-Preis. Zu seinen Publikationen zählen "Versuch über Musik und Sprache" (2009, "Wie Worte Sinn machen" (2007) oder "Sprachphilosophie" (2004).

Zur Thematik des Vortrags

Es scheint klar, dass das, was die Musik zum Ausdruck bringt, sich nicht in die Wortsprache "übersetzen" lässt. Und doch sind, wie Adorno sagte, (wortsprachliche) Interpretation, Kommentar und Kritik der Musik nicht äußerlich, sondern gehören zum Leben der Musik als einer Kunstform, die an sprachfähige Wesen addressiert ist. Dies ist die Konstellation, die den Ausgangspunkt bildet für Albrecht Wellmers Überlegungen zum Begriff der (musik)ästhetischen Erfahrung, zur Welthaltigkeit der Musik und zur Krise des Subjekts in der post-tonalen Musik.

Leibniz Lectures seit 2005 jährlich an der ÖAW

Im Rahmen der Leibniz Lectures, die von der Wiener Philosophin Herta Nagl-Docekal konzipiert und moderiert werden, findet jedes Jahr ein öffentlicher Gastvortrag an der ÖAW statt, der die aktuelle Relevanz der Philosophie dokumentiert. Als Vortragende werden Persönlichkeiten eingeladen, die internationale Anerkennung von nicht nur fachinterner Art gefunden haben und deren Forschungen, ganz im Sinne des Leibniz'schen Denkens, das Differenzierungspotenzial der Philosophie sowohl für die interdisziplinäre Verständigung als auch für die Auseinandersetzung mit öffentlich relevanten Problemstellungen der Gegenwart unter Beweis stellen.

Die bisherigen Vorträge hielten: 2005: Seyla Benhabib (Yale University), 2006: Otfried Höffe (Universität Tübingen), 2007: Martha Nussbaum (University of Chicago), 2008: Thomas Pogge (Columbia University) und 2009: Kwame Anthony Appiah (Princeton University).


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