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Chemische Alleskönner

Neue Vortragsreihe "Carl Auer von Welsbach Lectures" an der ÖAW



Aus Anlass des "Jahres der Chemie 2011" widmet die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) nach 2008/2009 eine weitere Vortragsreihe dem berühmten Chemiker Carl Auer von Welsbach. Die Reihe startet am Mittwoch, 13. Oktober 2010, mit einem Vortrag von Luisa De Cola zu Anwendungsmöglichkeiten von Nanomaterialien in der Medizin.

Die Vortragsreihe "Carl Auer von Welsbach Lectures" informiert über aktuelle Forschungsthemen der Chemie. Die Vortragenden sind renommierte Vertreter(innen) ihres Fachs, die der Bedeutung der Chemie in ihren unterschiedlichen Anwendungsaspekten von Nano- oder Energietechnologie bis zu Industrie oder Umweltschutz nachgehen. Die Vorträge finden im Festsaal der ÖAW, 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, statt. Der Eintritt ist frei.

Nanomaterialien in der Medizin

Die Carl Auer von Welsbach Lectures 2010/2011 starten am 13. Oktober 2010, 18:15 Uhr, mit dem Vortrag "Soft and Hard Luminescent Nano-objects" der Chemikerin Luisa De Cola, Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Die mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftlerin erhielt unter anderem 2009 einen "Advanced Researcher Grant" des Europäischen Forschungsrates (ERC). In ihrer Forschungsarbeit untersucht sie poröse Nanomaterialien für Anwendungen im Medizinbereich. Insbesondere arbeitet die Chemikerin an der Entwicklung von nur wenigen Nanometer kleinen Silikat-Kapseln, die Wirkstoffe gezielt durch den Körper transportieren und freisetzen sollen.

Vielfältige Themen aus der Chemieforschung

Süßstoff, Hormone, Schlangengifte, Antifaltenwirkstoffe - all diese Eigenschaften und noch viele mehr werden von unterschiedlichen Minieiweißen erfüllt. Am 12. Jänner 2011 legt Helma Wennemers von der Universität Basel dar, wieso Minieiweiße solche Alleskönner sind.

Am 15. März 2011 thematisiert Klaus Müllen, Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Mainz, in seinem Vortrag "Keine Energietechnologie ohne neue Materialien" die enge Verknüpfung von Energie- und Materialsynthese.

Am 29. März 2011 beleuchtet Günter Schmid von der Universität Essen-Duisburg die Chancen und Risiken der Nanotechnologie.

Am 12. April 2011 widmet sich Nobelpreisträger Gerhard Ertl vom Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin, chemischen Reaktionen an der Oberfläche. Diese sind unter anderem für die so genannte heterogene Katalyse verantwortlich, die die Grundlage für die chemische Industrie, aber auch von Prozessen für den Umweltschutz (zum Beispiel Auto-Abgas-Katalysator) darstellt.

Am 24. Mai 2011 findet der letzte Vortrag der Reihe statt: Wittko Francke, Universität Hamburg stellt in seinem Vortrag "Chemische Kommunikation: Strukturprinzipien und ökologische Bedeutung" anhand ausgewählter Beispiele chemische Signalstoffe vor, die unterschiedliche Organismen nutzen.

Angebote für Schülerinnen und Schüler

Die Vortragsreihe wird von der ÖAW gemeinsam mit der Industriellenvereinigung Wien veranstaltet. Die langjährige Kooperation mit dem Stadtschulrat für Wien wird auch 2010/2011 fortgesetzt: Im Zuge der "Junior Academy" werden die Forscher(innen) am Tag nach ihren Vorträgen mit Schülerinnen und Schülern über ihre Forschung diskutieren. Die Schüler(innen) haben so die Möglichkeit, in Kontakt mit der internationalen Forschungselite zu treten und ihre Arbeit aus erster Hand kennen zu lernen.

Im Rahmen einer Kooperation der ÖAW mit der NÖ Bildungsgesellschaft m.b.H. für Fachhochschul- und Universitätswesen wird Schüler(inne)n aus Niederösterreich die Möglichkeit geboten an den Vorträgen in der ÖAW teilzunehmen.

Carl Auer von Welsbach

Carl Auer von Welsbach (1858, Wien - 1929, Mölbling, Kärnten) war ein österreichischer Chemiker und Erfinder. Als Unternehmer konnte er seine Entwicklungen zu bedeutendem wirtschaftlichen Erfolg führen. Nach dem Studium der Chemie in Wien und Heidelberg, wo er mit Untersuchungen an den Seltenen Erden begann, kehrte er nach Wien zurück. Hier gelang ihm die Entdeckung der vier chemischen Elemente Neodym, Praseodym, Ytterbium und Lutetium. 1885 erfand er den Glühstrumpf, der die damals schon bekannte Gasbeleuchtung wesentlich verbesserte. Auer beschäftigte sich auch mit dem elektrischen Licht: 1898 ließ er die erste brauchbare Metallfadenlampe patentieren. Bahnbrechend war seine Erfindung des Zündsteins im Feuerzeug. 1906 meldete Carl Auer von Welsbach das Warenzeichen OSRAM für "Elektrische Glüh- und Bogenlichtlampen" beim damaligen Kaiserlichen Patentamt in Berlin an.


Erster Termin:
Luisa De Cola
Soft and Hard Luminescent Nano-objects
Mittwoch, 13. Oktober 2010, 18:15 Uhr
Festsaal der ÖAW, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien

Der Eintritt ist frei.


Das Gesamtprogramm der Carl Auer von Welsbach Lectures 2010/2011
Folder [PDF]
Plakat [PDF]


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