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14.06.2010

Wittgensteinpreis 2010 an Wolfgang Lutz

Österreichs höchste wissenschaftliche Auszeichnung an Demografen  von ÖAW/IIASA / Zwei START-Preise an ÖAW-Nachwuchswissenschafter




Wolfgang Lutz, Direktor des Instituts für Demographie (VID) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und Leiter des World Population Program, IIASA (International Institute for Applied Systems Analysis), wurde mit dem Wittgensteinpreis 2010 ausgezeichnet. Der mit 1,5 Mio. Euro dotierte Preis gilt als die höchste wissenschaftliche Auszeichnung Österreichs. Erstmals seit Bestehen des Programms geht der Wittgenstein-Preis 2010 an einen Sozialwissenschafter.

Barbara Horejs, Florian Schreck, Melanie Malzahn, Wolfgang Lutz, Bundesministerin Beatrix Karl, Julius Brennecke und FWF-Präsident Christoph Kratky (v. l. n. r.), Foto: Livio Srodic

Wolfgang Lutz, der zudem auch Professor für Sozialstatistik an der Wirtschaftsuniversität Wien ist, fokussiert auf die Erforschung der Dynamik von Bevölkerungsentwicklung und erarbeitet neue Indikatoren für Prognosen mit gesellschaftspolitischer Relevanz. Lutz etablierte beispielsweise die "verbleibende Lebenserwartung" von Bevölkerungsgruppen als Indikator, anstatt wie früher üblich, das tatsächliche Alter zu vergleichen. Ein großes Verdienst von Wolfgang Lutz ist es, erstmalig und auf globalem Niveau, einen signifikanten, positiven Zusammenhang zwischen Ausbildungsniveau und Wirtschaftswachstum zu belegen.

Wolfgang Lutz erhielt im Jahr 2008 einen ERC-Advanced Grant für "Forecasting societies" adaptive capacity to climate change" ("Future Societies"). Mit dem Preisgeld des Wittgensteinpreises will Wolfgang Lutz ein "Research Center for International Human Capital" aufbauen, das von der ÖAW und der Wirtschaftsuniversität Wien in enger Kooperation mit dem IIASA in Laxenburg getragen werden soll. Ziel ist es, exzellente Forschungsbedingungen für interdisziplinäre Bevölkerungs- und WirtschaftswissenschafterInnen bereitzustellen, um ein weltweit führendes Forschungszentrum zu etablieren.

START-Preise

Zugleich mit dem Wittgensteinpreis wurden heuer sechs START-Preise vergeben. Zwei davon gingen an junge Wissenschafter der ÖAW: Florian Schreck vom Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) und Julius Brennecke vom Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) erhielten die höchste Auszeichnung für Nachwuchswissenschafter in Österreich. Ein weiterer START-Preis geht an Melanie Malzahn, APART-Stipendiatin der ÖAW 2008-2011.


Presseinformation vom FWF


Kontakt:
Prof. Dr. Wolfgang Lutz
Direktor des Instituts für Demographie (VID)
Zentrum Sozialwissenschaften
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Wohllebengasse 12-14, 1040 Wien
T +43 1 51581-7703
wolfgang.lutz@oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/vid

Dr. Julius Brennecke
IMBA - Institut für Molekulare Biotechnologie
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
julius.brennecke@imba.oeaw.ac.at
www.imba.oeaw.ac.at

Dr. Melanie Malzahn
Institut für Sprachwissenschaft
Universität Wien
melanie.malzahn@univie.ac.at

Dr. Florian Schreck
Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI)
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
florian.schreck@oeaw.ac.at
www.iqoqi.at


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