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Nano-Schmieden an europäischen Großforschungseinrichtungen

Institut für Biophysik und Nanosystemforschung an Konzeption beteiligt



Nanotechnologiezentren im Umfeld von Großforschungsanlagen sollen das Forschungspotential im Bereich Nanowissenschaften und -technologien bündeln. Das Institut für Biophysik und Nanosystemforschung (IBN) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Graz beteiligt sich im Zuge eines EU-Projektes im 7. Rahmenprogramm an der Konzeption.

Nanowissenschaften und -technologien besitzen einen zentralen Stellenwert in der EU-Forschungspolitik. Als Zukunftstechnologien, die die globale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Forschung und Wirtschaft stärken sollen, ist die Bündelung der Kräfte zu diesem Bereich im Umfeld von Großforschungseinrichtungen, wie Synchrotron-, Neutronen- und Röntgen-Laser Quellen (XFEL), eine Zielsetzung für das Europäische Forum für Forschungsinfrastruktur (ESFRI). In einem soeben mit einer Projektsumme von 2,2 Millionen Euro bewilligten EU-Projekt "Nanoscience Foundries and Fine Analysis" (foundry, engl. Schmiede) soll ein für die europäische Großforschungslandschaft optimiertes, dezentrales System von speziellen Nano-Schmieden für verschiedene Kompetenzfelder - Biomed, Halbleiter, Photonik und andere - konzipiert werden. Dabei kann man auf bereits realisierte oder in Planung sich befindende Beispiele, den "Nano-Foundries" in den USA (vier), Indien, China und Japan, zurückgreifen. Das Planungskonzept soll in die Europäische Roadmap für Forschungsinfrastruktur einfließen.

Das Grazer ÖAW-Institut für Biophysik und Nanosystemforschung (IBN), mit seiner Außenstelle an der Synchrotronstrahlungsquelle ELETTRA, Triest, (Leiter : Heinz Amenitsch) nimmt an dieser Konzeptstudie mit einem Fokus auf Mikrofluidik und Röntgen-Nanoanstrukturanalytik teil. Weitere Partner sind prominente Institute in Italien (CNR-TASC, Projektkoordinator), Spanien (CSIC-CNM), Großbritannien (STFC), Schweiz (PSI).

Durch den Zusammenschluss von bestehenden Großforschungsanlagen mit den Nanozentren, in denen fokussiert Nanotechnologie auf höchstem Niveau entwickelt wird - zum Beispiel Synthese, Mikro- und Nanofertigung, komplementäre Charakterisierung von Nanomaterialen - werden starke, synergistische Keimzellen für den Technologietransfer geschaffen. "Durch diese einzigartige Kombination ist eine Prototyp- und Technologieentwicklung auf höchstem Niveau an vorderster Front möglich, in denen sowohl die Aspekte der öffentlichen Forschung als auch die industriegängige Umsetzung über Patente berücksichtigt werden. Diese Konzentration von Know-how ist ein wesentlicher Impulsgeber im Bereich der Nanowissenschaften in der europäischen Forschungslandschaft", sagt Peter Laggner, Direktor des IBN in Graz.

Am Montag, 23. Juni 2008, findet um 17:15 Uhr im Hörsaal der Universität Wien eine Impulsveranstaltung der Erwin Schrödinger Gesellschaft für Nanowissenschaften - ESG-Nano statt. Die ESG-Nano möchte mit dieser Veranstaltung auf diese Bestrebungen aufmerksam machen und in der österreichischen "Scientific Community" als auch der Wirtschaft das Bewusstsein für die exzellenten Chancen auf diesem zukunftsträchtigen Sektor fördern.


Kontakt:
Prof. Peter Laggner
Institut für Biophysik und Nanosystemforschung
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Schmiedlstraße 6, 8042 Graz
T +43 316 4120-301
peter.laggner@oeaw.ac.at
www.ibn.oeaw.ac.at


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