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04.04.2008

Die Anwendung als Architektin der Theorie

Ingrid Daubechies  am 9. April 2008 in der ÖAW



Seit jeher hat sich die Angewandte Mathematik mit Problemen aus der Physik und anderen Naturwissenschaften auseinander gesetzt. Dabei ist die übliche Vorgehensweise, das Problem erst einmal theoretisch mathematisch zu analysieren und erst danach numerische Lösungen zu entwickeln - selbst dann, wenn diese von vornherein das Ziel der Untersuchung waren.

Könnte die numerische Umsetzung und ihre speziellen Anforderungen nicht schon in die theoretische Analyse einfließen? In ihrem Vortrag "The Application as Architect for the Mathematical Framework" im Rahmen der Johann Radon Lectures 2007/2008 der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) setzt sich Ingrid Daubechies, Princeton University, mit der Frage auseinander, wie die numerische Lösung und die mathematische Analyse eines Problems optimal zusammenspielen können. Der Vortrag findet am 9. April 2008 um 18:15 Uhr im Festsaal der ÖAW, 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, statt. Der Eintritt ist frei.

Ingrid Daubechies ist Professorin für Mathematik an der Princeton University, USA. Die nach ihr benannten Daubechies-Wavelets finden breite Anwendung in der Signalverarbeitung, insbesondere in der Signalkompression, und werden beispielsweise vom JPEG 2000-Standard für die Bildkompression und vom FBI für die Speicherung von Fingerabdrücken eingesetzt. Daubechies erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2007 gemeinsam mit Heinz Engl, Direktor des Johann Radon Institute for Computational and Applied Mathematics (RICAM) der ÖAW , den Pioneer Prize des International Council for Industrial and Applied Mathematics (ICIAM), für ihre Pionierleistungen auf dem Gebiet der Angewandten Mathematik.

Am Tag nach dem Vortrag besucht Ingrid Daubechies im Zuge der "Junior Academy" das Akademische Gymnasium Wien im 1. Wiener Gemeindebezirk. Diese vom Stadtschulrat für Wien organisierte Diskussionsveranstaltung ermöglicht Schülerinnen und Schülern, international führende Forscher(inne)n kennen zu lernen und sich vertiefend mit ihren Forschungsthemen auseinander zu setzen.

Am 23. April 2008 findet die letzte Johann Radon Lecture statt. Helmut Neunzert vom Fraunhofer-Institut Techno- und Wirtschaftsmathematik in Kaiserslautern wird erklären, warum die den Alltag überall durchdringende Mathematik keine alltägliche Mathematik ist.


Termin:
Ingrid Daubechies
The Application as Architect for the Mathematical Framework
Mittwoch, 9. April 2008, 18:15 Uhr
Festsaal der ÖAW, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien

Der Eintritt ist frei.


Weitere Informationen zur Veranstaltung
Das Gesamtprogramm der Johann Radon Lectures 2007/2008
Folder [PDF]
Plakat [PDF]


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