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Chemie-Nobelpreis 2007 an Gerhard Ertl

Der deutsche Forscher ist korrespondierendes Mitglied der ÖAW



Der Nobelpreis für Chemie 2007 geht an den deutschen Forscher Gerhard Ertl. Das gab die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch, 10. Oktober 2007, bekannt. Exakt zum 71. Geburtstag des Preisträgers. Ertl erhält die Auszeichnung "für seine Studien von chemischen Verfahren auf festen Oberflächen".

Gerhard Ertl wurde am 10. Oktober 1936 in Stuttgart geboren. Er ist emeritierter Professor für Physikalische Chemie am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin, von 1986 bis 2004 war er dort Direktor der Abteilung für Physikalische Chemie. 2001 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der ÖAW im Ausland gewählt.

Darüber hinaus ist Ertl unter anderem ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Academia Europaea sowie Ehrenmitglied der Royal Society of Edinburgh und der American Academy of Arts and Sciences. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören der Japan-Preis (1992) sowie der Wolf-Preis für Chemie (1998).

Ertl ist ein Pionier der modernen Oberflächenchemie. Oberflächenchemie spielt eine entscheidende Rolle in der Industrie. Wichtige Anwendungsgebiete sind neben der Materialforschung beispielsweise die Halbleiter- oder die Brennstoffzellenforschung.

Ertl habe schrittweise eine Methodik für die Oberflächenchemie entwickelt indem er aufzeigte, wie verschiedene experimentelle Techniken verwendet werden können, um ein vollständiges Bild einer Oberflächenreaktion zu erhalten, heißt es in der Bekanntgabe der Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften. Seine Arbeit habe Schule gemacht, da er aufzeigte, wie man zuverlässige Ergebnisse auf diesem schwierigen Forschungsgebiet erzielen kann.


Website der Nobel Foundation
Mehr zu Gerhard Ertl (Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft)


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