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06.11.2007

Ignaz L. Lieben-Preis 2007 an Markus Aspelmeyer

Preisverleihung in der ÖAW am 9. November 2007




Der diesjährige Ignaz L. Lieben-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) geht an den Experimentalphysiker Markus Aspelmeyer.
Markus Aspelmeyer arbeitet auf den Gebieten der Quantenoptik und Quanteninformation. Sein Hauptinteresse gilt der Erforschung der Grundlagen der Quantenphysik. Ein wesentliches Element dabei ist die Erzeugung von so genannten quantenmechanisch verschränkten Zuständen, die nicht nur unsere klassische Vorstellung von "Realität" ins Wanken bringen, sondern auch völlig neue Wege der Quanten-Informationsverarbeitung erlauben. Aspelmeyer studierte Physik an der Universität München und forscht seit Jänner 2007 am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der ÖAW.

Ältester Preis der ÖAW

Der Ignaz L. Lieben-Preis ist der älteste Preis der ÖAW. 1863 gestiftet und nach dem verstorbenen Gründer des Bankhauses Lieben benannt, musste er 1937 wegen Verfolgung der Stifterfamilie eingestellt werden. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie die Physikerinnen Marietta Blau und Lise Meitner sowie die beiden Nobelpreisträger Viktor Hess und Otto Loewi, waren Träger des Ignaz L. Lieben-Preises. Die großzügige finanzielle Unterstützung von Isabel und Dr. Alfred Bader, selbst ein von den Nationalsozialisten aus Österreich Vertriebener, hat es ermöglicht, den Ignaz L. Lieben-Preis zu reaktivieren und im Jahr 2004 wieder neu auszuschreiben.

Der Preis in der Höhe von $ 18.000,-- wird auf Wunsch der Stifter an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Österreich für herausragende Arbeiten auf den Gebieten der Molekularbiologie, Chemie und Physik verliehen.

2007 erstmals vergeben: Bader-Preis

Der Bader-Preis, ebenfalls gestiftet von Dr. Alfred und Isabel Bader, wird heuer zum ersten Mal vergeben und ist mit $18.000,-- dotiert. Der Bader-Preis zeichnet junge, hoch qualifizierte Dissertantinnen und Dissertanten aus Österreich aus, die sich im In- und Ausland mit Forschungsfragen von Malerei und Zeichnung zwischen 1600 und 1750 beschäftigen.

Der erste Preisträger ist Georg Lechner. Er erhält den Bader-Preis für seine Dissertation zum Barockmaler Franz Carl Remp (1675-1718), die er am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien durchführt.

Preisverleihung am 9. November 2007

Die Verleihung des Ignaz L. Lieben-Preises 2007 und des Bader-Preises 2007 findet am 9. November 2007 um 11:00 Uhr in der ÖAW statt.

Podiumsdiskussion zum Thema "Forschung und Industrie"

Im Anschluss an die Preisverleihung veranstaltet die Ignaz Lieben-Gesellschaft (ILG) in Kooperation mit der ÖAW eine hochrangig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema "Forschung und Industrie". Unter Leitung von Prof. Dr. Christian Noe, Dekan der Fakultät für Lebenswissenschaften der Universität Wien und Mitglied der ÖAW diskutieren Dr. Johann Eibl (Immuno AG), Prof. Dr. Hartmut Kahlert (Christian Doppler Forschungsgesellschaft), Dr. Wolfgang Leitner (Andritz AG), Doz. Dr. Michael Nentwich (Institut für Technikfolgen-Abschätzung der ÖAW), Prof. Dr. Jan de Vries (Novartis Institute for BioMedical Research). Die Diskussion findet um 14:00 Uhr in der ÖAW statt.


Weitere Informationen


Kontakt:
Dr. Barbara Haberl
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Verwaltungsstelle für Stipendien und Preise
T +43 1 51581-1208
barbara.haberl@oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/stipref


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F +43 1 51581-1227
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