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28.11.2007

Fünf Regeln für Kooperation

Martin Nowak am 5. Dezember 2007 in der ÖAW



Der österreichische Mathematiker und Biologe Martin Nowak gibt am 5. Dezember 2007 im Rahmen der Johann Radon Lectures der ÖAW mathematische Einblicke in die Evolution der Kooperation.

Kooperation bedeutet, dass Individuen für erhaltene Unterstützung bezahlen. Kosten und Nutzen werden über die Fitness - die genetische oder kulturelle Reproduktionsfähigkeit - gemessen. Kooperation ist eine Voraussetzung dafür, neue Organisationsniveaus in der Biologie zu erreichen. Das Entstehen von Genomen, von Zellen, von mehrzelligen Organismen bis hin zu menschlichen Gesellschaften basiert auf Kooperation. Nur so kann Evolution wirklich konstruktiv sein.

In seinem Vortrag "Five Rules for Cooperation" stellt Martin Nowak, Harvard University, Cambridge, USA, fünf Mechanismen vor, die die Evolution von kooperativem Wirken ermöglichen: Sippen-, Gruppen- oder Graphenselektion, direkte oder indirekte Reziprozität. Jeder Mechanismus führt zu einer einfachen Regel, die festlegt, ob Kooperation durch natürliche Selektion begünstigt werden kann.

Martin Nowak wird darlegen, dass der Schlüsselmechanismus für die Evolution von sozialer Intelligenz und menschlicher Sprache die indirekte Reziprozität ist. Der Vortrag findet im Rahmen der Johann Radon Lectures 2007/2008 der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) um 18:15 Uhr im Festsaal der ÖAW, 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, statt. Der Eintritt ist frei.

Martin Nowak ist Professor für Biologie und Mathematik an der Harvard Universität und leitet dort das Programm für Evolutionäre Dynamik. Der gebürtige Österreicher studierte Biochemie und Mathematik an der Universität Wien. In seiner Forschungsarbeit beschäftigt er sich mit der mathematischen Beschreibung evolutionärer Prozesse einschließlich der Evolution der Kooperation und der menschlichen Sprache, der Dynamik von Virusinfektionen und von Krebs. Zu den Auszeichnungen, die Martin Nowak bisher erhalten hat, gehören der Weldon Memorial Prize (1996), der David Starr Jordan Prize (2001), der Henry Dale Prize (2003) und der R.R. Hawkins Award (2006). 2001 wurde Martin Nowak zum korrespondierenden Mitglied der ÖAW im Ausland gewählt.

Karl Sigmund (Uni Wien, ÖAW) moderiert die Veranstaltung. Am Tag nach dem Vortrag besucht Martin Nowak im Zuge der "Junior Academy" die Albertus Magnus Schule im 18. Wiener Gemeindebezirk. Die vom Stadtschulrat für Wien organisierte "Junior Academy" ermöglicht Schülerinnen und Schülern in Kontakt mit international führenden Forscher(inne)n zu treten und über ihr Fachgebiet zu diskutieren.

Die nächste Johann Radon Lecture findet am 9. Jänner 2008 statt. Paul Embrechts von der ETH Zürich wird darüber berichten, wie Mathematik für das Risikomanagement von Banken und Versicherungen eingesetzt werden kann.


Termin:
Martin Nowak
Five Rules for Cooperation
Mittwoch, 5.Dezember 2007, 18:15 Uhr
Festsaal der ÖAW, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien

Der Eintritt ist frei.


Weitere Informationen zur Veranstaltung
Das Gesamtprogramm der Johann Radon Lectures 2007/2008
Folder [PDF]
Plakat [PDF]


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