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Chancengleichheit für exzellente Frauen im heimischen Wissenschaftssystem

Symposium "Gender und Exzellenz" am 13. November 2007  an der ÖAW



Die Unterrepräsentanz von Frauen in Wissenschaft und Forschung wird schon lange thematisiert. Die aktuelle Diskussion um die Bewertungsverfahren von wissenschaftlicher Exzellenz zeigt allerdings neue Aspekte auf. Untersuchungen über die Anwendung der gängigen Methoden und Kriterien für das Messen und Bewerten von Exzellenz weisen darauf hin, dass diese nicht geschlechtsneutral sind. Die Kategorie wissenschaftlicher Exzellenz gewinnt jedoch im Einwerben von Förderungen eine zunehmend wichtige Rolle.

Im Rahmen des Symposiums "Gender und Exzellenz" diskutieren Expertinnen und Experten aus verschiedenen außeruniversitären und universitären Forschungseinrichtungen die Problematik im nationalen und internationalen Kontext. Präsentiert werden dabei die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung, die insbesondere die österreichische Situation beleuchtet: "Gender und Exzellenz. Exzellenzmessung und Leistungsbeurteilung im Wissenschaftssystem". Aus internationaler Perspektive präsentiert Keynote-Speaker Sheila Jasanoff, Harvard University, nicht nur Einblicke aus amerikanischer Sicht, sondern insbesondere Innenansichten aus einer der renommiertesten Universitäten in den USA, die erstmals in ihrer langen Geschichte von einer Frau geleitet wird.

Exzellenzstrategien: Steigerung des Forschungsoutputs und Qualitätssicherung

Ziel der Exzellenzstrategien auf europäischer wie nationaler Ebene ist in erster Linie die Steigerung des Forschungsoutputs und dessen erhöhte Sicht- bzw. Vergleichbarkeit. Entsprechende Evaluierungs- und Steuerungsinstrumente sollen sowohl zur Profilbildung als auch zur generellen Qualitätssicherung von Forschungseinrichtungen beitragen. Die verwendeten Definitionen orientieren sich dabei sehr stark an dem Begriff der Spitzenforschung naturwissenschaftlicher Prägung.

Die Referentinnen und Referenten der Tagung stellen aus sehr unterschiedlichen Perspektiven vor, welche Auswirkungen dieses Exzellenz- bzw. Qualitätsparadigma auf die Forschungskultur haben kann. Aktuelle Beispiele aus verschiedenen Bereichen dokumentieren die Bestrebungen, wie der Exzellenzbegriff umgesetzt wird, welche Bewertungsverfahren in der Praxis Anwendung finden und in welchem Ausmaß es zu Benachteiligungen für Wissenschaftlerinnen kommen kann.

Den Abschluss der Veranstaltung bildet eine Podiumsdiskussion zum Thema "Exzellenz - eine Frage des Geschlechts?". Unter der Leitung von Lisa Nimmervoll, Der Standard, diskutieren Sektionschef Friedrich Faulhammer, Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Cornelia Klinger, Institut für die Wissenschaften vom Menschen, Renée Schroeder, Universität Wien, und der Präsident der ÖAW, Peter Schuster.


Termin:
Symposium "Gender und Exzellenz"
Aktuelle Entwicklungen im Wissenschaftssystem
unter der Patronanz von Margit Fischer

Dienstag, 13. November 2007, 10:30 Uhr
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Theatersaal
1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19

Veranstalter: Österreichische Akademie der Wissenschaften (akademie.frauen.netzwerk, Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen) in Kooperation mit dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (bmwf) und dem Referat Frauenförderung und Gleichstellung der Universität Wien

Weitere Informationen


Kontakt:
Dr. Barbara Haberl
Österreichische Akademie der Wissenschaften
T +43 1 51581-1208
barbara.haberl@oeaw.ac.at


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