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Ordnung im Chaos

Der Ameisenexperte Bert Hölldobler am 31. Jänner 2007 in der ÖAW



Das vermeintlich chaotische Durcheinander eines Waldameisennestes zeigt uns bei genauem Hinsehen, dass die soziale Organisation dieser Insekten ein vortreffliches Beispiel für Ordnung im Chaos ist. Wie bei den milliardenfachen Interaktionen von Nervenzellen in unserem Gehirn resultieren aus dem vermeintlichen Chaos emergente Leistungen von höchster Kreativität. In beiden Fällen entstehen Eigenschaften, welche die Fähigkeiten des Individuums bzw. des einzelnen Neurons weit übertreffen.

Soziale Organisation, die Integration vieler Individuen und emergente Gemeinschaftsleistungen bedürfen leistungsfähiger Kommunikationssysteme. Der Ameisenexperte Bert Hölldobler berichtet am 31.Jänner 2007 in seinem Vortrag "Ordnung im Chaos" über die komplexen Kommunikationssignale in Ameisenstaaten. Der Vortrag findet im Rahmen der Karl von Frisch Lectures um 18:15 Uhr im Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, statt. Der Eintritt ist frei.

Der Zoologe Bert Hölldobler ist einer der führenden Vertreter der Evolutions- und Soziobiologie. Vor allem seine Forschungsarbeit zum Sozialverhalten von Ameisen machte ihn auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Für das Buch "The Ants" wurde er 1991 gemeinsam mit Edward O. Wilson mit dem Pulitzer-Preis für das beste Sachbuch ausgezeichnet. Zur Zeit arbeitet er an der Arizona State University, USA.

Moderiert wird die Veranstaltung von Friedrich G. Barth (ÖAW, Universität Wien). Am Tag nach dem Vortrag besucht Bert Hölldobler im Zuge der "Junior Academy" das Gymnasium Albertgasse im 8. Wiener Gemeindebezirk. Die vom Staatschulrat für Wien organisierte "Junior Academy" gibt Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, mit international führenden Forschern in Kontakt zu treten und sich mit deren Fachgebiet vertiefend auseinander zu setzen.

Die nächste Karl von Frisch Lecture findet am 14. März 2007 statt. Der Physiker Jens Frahm vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen erklärt, wie man mit Hilfe der Magnetresonanz-Tomografie die Anatomie und Funktionsweise des menschlichen Gehirns besser verstehen kann.


Programmhinweis:
Weitere Informationen zur Veranstaltung
Weitere Informationen zu den Karl von Frisch Lectures

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