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Gold

Tagung am 19. und 20. April 2007 an der ÖAW



Das Edelmetall Gold steht im Mittelpunkt einer Tagung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) am 19. und 20. April 2007. Anlass ist die Gründung des Zentrums Archäologie und Altertumswissenschaften der ÖAW.

Auf dem Programm stehen der Goldschatz im Königsfriedhof von Umm el-Qaab bei der antiken Stadt Abydos (Ägypten) ebenso wie die Goldfunde in der mykenischen Welt, zu deren berühmtesten die von Heinrich Schliemann gefundene Maske des Agamemnon oder der Nestorbecher gehören. Auch heimische Funde aus den frühbronzezeitlichen Gräberfeldern von Franzhausen in Niederösterreich werden thematisiert.

Die ökonomischen Folgen der Goldmünzprägung des Kaisers Traian werden beleuchtet und es wird gezeigt, dass das Fälschen und alchemistische Versuche dem antiken Menschen nicht fremd waren.

Weitere Themen sind Goldglasmosaiken aus Ephesos und die Rolle von Gold in der frühchristlichen Kunst als Symbol für das Göttliche. Ein Streifzug durch das griechische Wörterbuch zeigt auf, womit und mit wem die Griechen die Vorstellung von Gold verbunden haben. Untersucht wird auch die Bedeutung des Edelmetalls in Texten von Augustinus und Prudentius und wie Begriffe aus der lateinischen Literatur der Antike wie das "Goldene Zeitalter" ihren Weg durch die Geschichte genommen haben und bis heute wirken - wenn auch zuweilen in anderer Interpretation.

Den Abschluss der Tagung bildet der Festvortrag "Gold im Altertum - Gewinnung, Verarbeitung, Verbreitung" von Ernst Pernicka. Der gebürtige Wiener ist Professor für Archäometrie an der Universität Tübingen und seit 2006 Grabungsleiter der Ausgrabung von Troja, jener sagenumwobenen Stadt aus Homers "Ilias" in der heutigen Türkei, die schon Heinrich Schliemann erforschte.

Zentrum Archäologie und Altertumswissenschaften der ÖAW

Ziel des Zentrums Archäologie und Altertumswissenschaften ist die Vernetzung der altertumswissenschaftlichen Forschung an der ÖAW. Der Begriff des Altertums wird dabei weit gefasst: Der geographische Rahmen reicht von Mitteleuropa über die Mittelmeerwelt bis zu Ägypten und den Kulturen des Nahen und Mittleren Ostens. In der zeitlichen Dimension erstrecken sich die Arbeitsgebiete von der Ur- und Frühgeschichte bis zum Kommen der Araber. Zahlreiche Projekte widmen sich der Wirkungsgeschichte der Kulturen des Altertums bis ins Mittelalter und in die frühe Neuzeit. Geforscht wird auf den Gebieten von Geschichte, Sachkultur, Recht, Religion, Schrifttum, Kunst und Wirtschaft.


Termin:
GOLD
Tagung anlässlich der Gründung des Zentrums Archäologie und Altertumswissenschaften an der ÖAW
Donnerstag, 19. April 2007 und Freitag, 20. April 2007 ab 10.00 Uhr (s.t.)
Herbert-Hunger-Haus, Theatersaal
1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19


Weitere Informationen


Kontakt:
Susanne Vörösmarty
Institut für Kulturgeschichte der Antike
Zentrum Archäologie und Altertumswissenschaften
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Bäckerstraße 13
1010 Wien
T +43 1 51581-3483
F +43 1 51581-3489
susanne.voeroesmarty@oeaw.ac.at


Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
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T +43 1 51581-1218, 1219, 1229, 1235
F +43 1 51581-1227
public.relations@oeaw.ac.at