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Die Chemie des menschlichen Geruches

Online-Publikation im Journal of the Royal Society Interface



Man nimmt seit langem an, dass jeder Mensch ähnlich seinem Fingerabdruck auch seinen individuellen Körpergeruch hat. Dustin J. Penn vom Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) führte eine internationale, interdisziplinäre Studie mit Verhaltensbiologen, Genetikern, Chemikern, Mikrobiologen und Statistikern durch, um diese Hypothese zu testen.

Über einen Zeitraum von mehreren Wochen wurden Achselschweißproben von beinahe 200 Personen in einem Dorf in den österreichischen Alpen entnommen und diese auf ihre chemischen Bestandteile analysiert. Unter der enormen Anzahl von flüchtigen Komponenten in den Geruchsproben fanden die Wissenschafter Komponenten, die individuelle und geschlechtspezifische Geruchsprofile ergaben, und sie konnten einen Teil dieser Komponenten bereits chemisch identifizieren.

"Unseres Wissens ist dies die bisher größte Langzeitstudie über die Chemie des menschlichen Geruches. Die Ergebnisse dieser Studie tragen zum besseren Verständnis der chemischen Kommunikation und der genetischen und mikrobiellen Einflüsse auf den individuellen Geruch bei. Auf dieses Grundlagenwissen aufbauend könnten elektronische Sensoren 'E-Nasen' für biometrische Auswertungen, für die Gerichtsmedizin und für die Diagnose von Krankheiten entwickelt werden", fasst Dustin Penn zusammen.

Die Ergebnisse der Studie veröffentlichten die Autor(inn)en im Journal of the Royal Society Interface online.


Online-Publikation: Individual and gender fingerprints in human body odour. Dustin J. Penn, Elisabeth Oberzaucher, Karl Grammer, Gottfried Fischer, Helena A. Soini, Donald Wiesler, Milos V. Novotny, Sarah J. Dixon, Yun Xu and Richard G. Brereton. Journal of the Royal Society Interface, online veröffentlicht am 29. November 2006.
Abstract


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