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Kognitionen in einem Minihirn

Martin Giurfa am 31. Mai 2006 in der ÖAW



Das Gehirn einer Honigbiene ist winzig. Dennoch hat sie einen komplexen Lebensstil. In diesem spielen Lernen und Gedächtnis eine so wesentliche Rolle, dass die Honigbiene zu einem Modellorganismus für die Untersuchung von Fragen nach der kognitiven Organisation des Gehirns geworden ist. Honigbienen vermögen visuelle Objekte zu kategorisieren und abstrakte Regeln zu lernen. Auch lösen sie nichtlineare Unterscheidungsaufgaben im Bereich der Düfte.

Die Werkzeuge moderner Neurobiologie ebnen den Zugang zu den zugrunde liegenden neuronalen Schaltkreisen. Das zeigt Martin Giurfa von der Université Paul Sabatier, Toulouse, in seinem Vortrag "Kognition in einem Minihirn: Lektionen von der Honigbiene" im Rahmen der Karl von Frisch Lectures am 31. Mai 2006, 18:15 Uhr. Der Vortrag findet im Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, statt. Der Eintritt ist frei.

Martin Giurfa leitet das Centre de Recherches sur la Cognition Animale (CNRS) der Université Paul Sabatier, Toulouse. In seiner Forschungsarbeit beschäftigt er sich mit den verhaltens- und neurobiologischen Grundlagen von Lernen und Gedächtnis, speziell mit dem visuellen und olfaktorischen Lernen von Tieren.

Moderiert wird die Veranstaltung von Friedrich G. Barth (ÖAW, Universität Wien). Am Tag nach dem Vortrag besucht Martin Giurfa im Rahmen der "Junior Academy" das Gymnasium Feldgasse im 8. Wiener Gemeindebezirk. Im Zuge der vom Staatschulrat für Wien organisierten "Junior Academy" können Schülerinnen und Schüler internationale Spitzenforscher(innen) und ihr Fachgebiet kennen lernen und mit ihnen diskutieren.

Der Vortrag "Kognition in einem Minihirn: Lektionen von der Honigbiene" von Martin Giurfa ist der (vorerst) letzte der Karl von Frisch Lectures. Im Herbst wird die erfolgreiche Vortragsreihe, die bis zu 500 Besucher(innen) pro Vortrag für das Thema Biologie begeistern konnte, fortgesetzt.


Programmhinweis:
Weitere Informationen zur Veranstaltung
Weitere Informationen zu den Karl von Frisch Lectures

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