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05.05.2006

Darwinsche Ästhetik

Karl Grammer am 10. Mai 2006 in der ÖAW



Neue Entwicklungen der Evolutionstheorie haben erheblich zu einem naturwissenschaftlichen Verständnis menschlichen Verhaltens beigetragen. Aufgrund zahlreicher Forschungsarbeiten wird heute vielfach angenommen, dass Attraktivität ein durch sexuelle Selektion entstandenes Signal darstellt. Falls diese Hypothese zutrifft, beruht "Schönheit" auf Signalen, die den Betrachter über Fitness-Merkmale informieren.

Der Verhaltensforscher Karl Grammer von der Universität Wien hält am 10. Mai 2006, 18:15 Uhr, im Zuge der Karl von Frisch Lectures der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) den Vortrag "Darwinsche Ästhetik: Ist Schönheit mehr als nur Oberfläche?". Er wird zeigen, zu welchen überraschenden Ergebnissen die moderne Biologie der Organismen durch den Einsatz von neuartigen mathematischen Methoden und Computermodellen kommt.

Karl Grammer ist seit 1992 Wissenschaftlicher Leiter des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Stadtethologie in Wien. In seiner Forschungsarbeit beschäftigt er sich mit der Frage, was Menschen attraktiv macht und warum. Gemeinsam mit Eckart Voland hat Grammer das Buch "Evolutionary Aesthetics" (Springer, 2003) herausgegeben.

Friedrich G. Barth (ÖAW, Universität Wien) moderiert die Veranstaltung. Am Tag nach dem Vortrag besucht Karl Grammer im Rahmen der "Junior Academy" das Gymnasium Wasagasse im 9. Wiener Gemeindebezirk. Die "Junior Academy" wird vom Staatschulrat für Wien organisiert und ermöglicht es Schülerinnen und Schülern internationale Spitzenforscher(innen) kennen zu lernen und mit ihnen über ihr Fachgebiet zu diskutieren.

Die nächste Karl von Frisch Lecture ist am 31. Mai 2006. Der Neurobiologe Martin Giurfa von der Université Paul Sabatier, Toulouse, spricht zum Thema "Kognition in einem Minihirn: Lektionen von der Honigbiene". Die Vorträge finden im Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, jeweils um 18:15 Uhr, statt. Der Eintritt ist frei.


Programmhinweis:
Weitere Informationen zur Veranstaltung
Weitere Informationen zu den Karl von Frisch Lectures

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