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19.01.2006

Wenn das Ding wie eine Orgel lautete

Präsentation einer virtuellen Rekonstruktion von Mozarts Fantasie KV 608 für eine Orgelwalze am 26. Jänner 2006



Ab 1791 zeigte Graf Deym in seiner Kunstgalerie ein imposantes Schaubild mit lebensgroßen Wachsfiguren, das sogenannte "Laudon Mausoleum". Dazu erklang von einem mechanischen Orgelwerk Mozarts Fantasie KV 608. Der Musikautomat mit der originalen Walze ist seit 1821 verschollen. Der Musikautomaten-Experte Helmut Kowar und die Technikerin Nadja Wallaszkovits vom Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) haben den Klang nun wiedererweckt. Gemeinsam mit der Musikwissenschaftlerin Walburga Litschauer präsentieren sie die CD mit Mozarts Fantasie KV 608 am 26. Jänner 2006, 18:00 Uhr, in der Österreichischen Gesellschaft für Musik, 1010 Wien, Hanuschgasse 3. Die CD erscheint im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

"Verschiedenste Quellen, zeitgenössische Traktate, schriftliche Nachrichten und die Erfahrungen und Befunde zur Musik der damaligen Musikautomaten, die im Zuge eines seit 1980 laufenden Projekts des Phonogrammarchivs gesammelt werden konnten, ließen eine Wiederherstellung der ursprünglichen klanglichen Gestaltung dieses Musikstückes allerdings möglich erscheinen", erklärt Helmut Kowar.

Kowar und Wallaszkovits programmierten, ausgehend von dem in der neuen Mozart-Gesamtausgabe publizierten Notentext, Artikulation und Tempo der Musik. Den "authentischen" Klang gewannen sie durch eine entsprechende Registerwahl an einem wirklichen Orgelinstrument. "Die Tonaufnahme schließlich hatte zum Ziel, den Charakter des ursprünglichen kleinen Orgelwerkes zu verwirklichen", sagt Kowar.

Die CD "KV 608 - Mozarts Allegro und Andante (Fantasie in f) für eine Orgelwalze im Laudon Mausoleum. Eine virtuelle Rekonstruktion" mit ausführlichem Booklet bietet fünf unterschiedliche Varianten der virtuellen Rekonstruktion der Mozart-Fantasie an. Sie wird in der Serie "mechanische Musikinstrumente" der "Tondokumente aus dem Phonogrammarchiv der ÖAW" herausgebracht.

Die systematische Aufnahme mechanischer Musikinstrumente ist ein Forschungsschwerpunkt des Phonogrammarchivs der ÖAW. Aktuell verfügt das Phonogrammarchiv über rund 2500 Aufnahmen von Spielwerken aus aller Welt.


Weitere Informationen zur CD-Präsentation
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften


Kontakt:
Univ.-Doz. Dr. Helmut Kowar
Phonogrammarchiv
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Liebiggasse 5
A-1010 Wien
T +43 1 4277-29604
F +43 1 4277-9296
Helmut.Kowar@oeaw.ac.at
www.pha.oeaw.ac.at


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