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Die Macht der Düfte

Vortrag von Hanns Hatt am 18. Jänner 2006



"Ich kann dich nicht riechen!" Der Geruchssinn informiert nicht nur darüber, was essbar oder ungenießbar ist oder warnt vor Gefahren wie beispielsweise Brände. Er kann auch Stimmungen und Emotionen beeinflussen oder das Sozial- und Sexualverhalten steuern. Die moderne Wissenschaft hat die molekularen und zellulären Prozesse, die der Wahrnehmung von Gerüchen zu Grunde liegen, weitgehend aufgeklärt. Bio- und gentechnologische Verfahren kombiniert mit modernen Bild gebenden Techniken machen aufregende Einblicke in die komplexe Welt der Duftwahrnehmung möglich und bahnen den Weg zur "künstlichen Nase". Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Eine "künstliche Nase" könnte künftig der zuverlässigen Qualitätskontrolle bei Lebensmitteln dienen oder Menschen, die ihren Geruchssinn verloren haben, diesen zumindest teilweise wieder zurückgeben.

Wozu aber haben Spermienzellen Rezeptormoleküle für Geruchstoffe? Mit dem Thema "Die Macht der Düfte: vom Molekül zur Wahrnehmung" beschäftigt sich der deutsche Biologe Hanns Hatt von der Ruhr Universität, Bochum, am 18. Jänner 2006, 18:15 Uhr, im Rahmen der Karl von Frisch Lectures der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).

Hanns Hatt hat den Lehrstuhl für Zellphysiologie an der Fakultät für Biologie der Ruhr-Universität Bochum inne. 2005 erhielt er den Philip Morris Forschungspreis für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Geruchsforschung. Gemeinsam mit seinem Team entdeckte er unter anderem, dass Spermien die gleichen Geruchrezeptoren wie die Nase haben und vom Geruch des Eis angelockt werden. Hatt war auch der erste, der Riechrezeptoren beim Menschen identifizierte.

Moderiert wird die Veranstaltung von Friedrich G. Barth (ÖAW, Universität Wien). Am Tag nach dem Vortrag besucht Hanns Hatt im Rahmen der "Junior Academy" das Wiedner Gymnasium im vierten Wiener Bezirk. Die "Junior Academy" wird vom Stadtschulrat für Wien organisiert. Sie soll Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit geben, mit international führenden Forschern in Kontakt zu treten.

Die nächste Karl von Lecture widmet sich am 1. Februar 2006 dem Gehirn. Wolf Singer vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Frankfurt, hält den Vortrag "Das Gehirn: ein Orchester ohne Dirigent".

Die Karl von Frisch Lectures werden von der ÖAW gemeinsam mit der Industriellenvereinigung Wien veranstaltet. Die Vorträge finden im Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, jeweils um 18:15 Uhr, statt. Der Eintritt ist frei.


Programmhinweis:
Weitere Informationen zur Veranstaltung
Weitere Informationen zu den Karl von Frisch Lectures

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Folder [PDF]
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