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Altern ist Leben

Im Rahmen eines ÖAW-Symposiums geben Wissenschaftlerinnen  und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen Antwort auf die  gesellschaftspolitische Herausforderung der Langlebigkeit



Vom 10. bis 12. März 2005 veranstaltet die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ein Symposium zum Thema "Altern ist Leben". Das nunmehr weltweit bedeutend gewordene Phänomen der Langlebigkeit und die damit verbundenen medizinischen, sozialen und wirtschaftlichen Implikationen werden dabei einer größeren österreichischen Öffentlichkeit vorgestellt. Die Veranstaltung steht unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Heinz Fischer.

"Die Menschen in den hoch entwickelten Ländern werden nicht nur älter, sie gewinnen auch an Gesundheit im späten Leben. All das hat aber seinen Preis, nicht nur ökonomisch, sondern auch an Aufmerksamkeit und Selbstsorge. Gefragt sind tragende Elemente einer neuen Kultur der Langlebigkeit", betont der Sozialwissenschaftler Leopold Rosenmayr, wissenschaftlicher Leiter des Symposiums. Der Mentalität des wohlverdienten Ruhestands seien neue Ideen und Praktiken gesellschaftlicher Mitverantwortung im privaten und öffentlichen Leben der Alten entgegenzustellen. Für Anerkennung und Würde des Alters würden auch die Personen in der späten Lebensphase selber beitragen müssen, so der Wissenschaftler.

Ziel dieses Symposiums ist es, den Kulturwandel zur Langlebigkeit in einer Art Zwischenbilanz sichtbar werden zu lassen. Aus ihren Ressourcen der Forschung heraus will die ÖAW Elemente einer grundlegenden Stellungnahme hiezu bieten. Der gesellschaftspolitischen Herausforderung der Langlebigkeit gegenüber soll anwendungsfähiges Wissen einer größeren Öffentlichkeit präsentiert werden. Aus den ÖAW-Instituten für Biomedizinische Alternsforschung, für Demographie, für Technikfolgen-Abschätzung und für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens werden Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit direkt in die Tagung eingebracht. Weiters wurden Forscherinnen und Forscher aus Europa eingeladen, die Vielfalt der Grundprobleme von Altern als Lebensprozess an besonders prägnanten Beispielen sichtbar zu machen.

In vielen Ländern der Welt sind teils auf dringende Empfehlung der Vereinten Nationen eigene Institute der Alterns- und Lebenslaufforschung eingerichtet worden. Neben der Förderung von fachlicher Forschung auf den Gebieten der Medizin, der Sozial- und der Geisteswissenschaften sieht die ÖAW es als Ziel an, mit dem Symposium "Altern ist Leben" Impulse für künftige wissenschaftliche Entwicklungen zu setzen.

Die Veranstaltung wird mit einer "Lesung und Erörterung" von Peter Turrini unter dem Motto "Nie zu spät" eröffnet. Der zweite Tag ist Beiträgen aus den Sozialwissenschaften und der Medizin gewidmet, den Abschluss bilden Vorträge aus den Kultur- und Geisteswissenschaften. Die Vortragenden kommen aus Österreich, mehreren anderen europäischen Ländern sowie den USA.

Veranstaltungsorte: Festsaal der ÖAW (Eröffnungsveranstaltung am 10. März 2005) und Theatersaal der ÖAW (Vorträge und Diskussionen am 11. und 12. März 2005)

Weitere Informationen und das Programm ist unter http://www.oeaw.ac.at/deutsch/aktuell/veranstaltungen/veranstaltung_3503.html
abrufbar.

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