Suche      Home      Kontakt      Sitemap      Deutsch

Europäische Integrationsfragen im Forschungsfokus

Neues ÖAW-Institut für Europäische Integrationsforschung widmet sich verschiedenen Aspekten des europäischen Einigungsprozesses



Seit 1. Mai 2004 umfasst die Europäische Union 25 Staaten mit einer Bevölkerung von 450 Millionen Menschen. Es gibt heute kein Politikfeld, das nicht direkt oder indirekt von Entscheidungen der EU bestimmt wird, europäisches Recht wirkt direkt auf die Mitgliedstaaten und ihre Bürger und Bürgerinnen. Verschiedene Aspekte des europäischen Einigungsprozesses stehen im Mittelpunkt der Forschungsarbeit des neuen Instituts für Europäische Integrationsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften unter der Leitung der Politikwissenschaftlerin Sonja Puntscher Riekmann. Hervorgegangen ist das Institut aus der ÖAW-Forschungsstelle für institutionellen Wandel und europäische Integration, die sich in den sechs Jahren ihres Bestehens zu einem interdisziplinären Kompetenzzentrum für europäische Integrationsfragen in österreich entwickelt hat.

Das Forschungsprogramm des Instituts umfasst die drei Schwerpunkte "Europäische Staatlichkeit", "Europäische Öffentlichkeit" und "Europäische Bürgerschaft".

Im Forschungsfeld "Europäische Staatlichkeit" werden Veränderungen der politischen Systeme und Rechtsordnungen in der EU untersucht, etwa neue Formen des Regierens in der EU oder auch die Implementierung von EG-Recht in Österreich. "Dabei wird der Transformationsprozess der österreichischen Rechtsordnung in allen drei Gewalten durch den Vollzug des Gemeinschaftsrechts untersucht, mit dem Ziel, die Anpassungsleistungen, aber auch allfällige Mängel zu beschreiben. Aus der detaillierten Untersuchung einer Reihe von Rechtsbereichen soll ein Bild von der Veränderbarkeit oder der Widerstandsfähigkeit der nationalen Rechtsordnung gegenüber dem supranationalen Recht gewonnen werden", so die Institutsdirektorin Sonja Puntscher Riekmann. Dieses Forschungsprojekt wird nun auf die Untersuchung der besonderen Anwendungsprobleme von Europarecht in den neuen Beitrittsländern ausgedehnt.

Im Schwerpunkt "Europäische Öffentlichkeit" wird die Entstehung einer politischen Öffentlichkeit der EU aus theoretischer und empirischer Sicht analysiert.

Nicht zuletzt hat das ÖAW-Institut die Problematik der europäischen Migrations- und Einbürgerungspolitik in sein Forschungsprogramm aufgenommen, die im Schwerpunkt "Europäische Bürgerschaft" untersucht wird. Dieser Bereich koordiniert ein Forschungsprojekt der EU Kommission, in dem die Staatsbürgerschaftspolitik der Mitgliedsstaaten untersucht wird, und leitet den Cluster "Rechtsstatus, Bürgerschaft und politische Mobilisierung" im EU-Netzwerk IMISCOE (International Migration, Integration and Social Cohesion in Europe).

Kontakt:
Univ. Prof. Dr. Sonja Puntscher Riekmann
Institut für Europäische Integrationsforschung der ÖAW
Prinz-Eugen-Straße 8-10, A-1040 Wien
Tel: +43 (1) 51581-7571
E-Mail: Sonja.Riekmann@oeaw.ac.at
http://www.iwe.oeaw.ac.at/

Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, A-1010 Wien,
Tel: +43 (1) 51581-1219
Fax: +43 (1) 51581-1227
E-Mail: Marianne.Baumgart@oeaw.ac.at