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25.03.2004

3. ernst mach forum. wissenschaften im dialog

Der menschliche Körper als "Sensible Maschine"



Beim Ernst Mach Forum der ÖAW diskutieren am 31. März 2004 Wissenschaftler verschiedener Disziplinen über den Körper im Spannungsfeld zwischen Biologie, Technologie und Ästhetik. Bereits zum dritten Mal veranstaltet die Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) gemeinsam mit der Wissenschaftsredaktion der ORF-Radios und der MA 7 - Wissenschafts- und Forschungsförderung der Stadt Wien - ein interdisziplinäres Round-Table-Gespräch zu aktuellen Wissenschaftsthemen. Diesmal steht das Verständnis vom menschlichen Körper im Mittelpunkt, und wie Medizin und Technik dieses Körperverständnis grundlegend verändern. Der Körper mag auf den ersten Blick wie eine biologische Konstante menschlichen Lebens erscheinen, doch die Vorstellungen von seinen Funktionen und Grenzen sind wandelbar und kulturell konstruiert.

Kulturwissenschaftliche Ansätze thematisieren die historischen Veränderungen in der Sicht auf den Körper, auf seine ästhetische Formung, geschlechtsspezifische Zuschreibung und funktionale Disziplinierung. Medizin und Technik eröffnen neue Möglichkeiten der Beeinflussung des Körpers und verändern dadurch unser Körperverständnis. Von den wachsenden Möglichkeiten der Transplantationschirurgie bis zur Idee von Körper/Maschine-Schnittstellen reicht das Spektrum möglicher "Manipulationen": Chancen und Risiken dieser Entwicklungen sind schwer abzuschätzen und werfen nicht nur medizinisch-technische, sondern auch kulturelle, ethische und juridische Probleme auf.

Der Körper: reizbar, steuerbar nach Belieben?
Im Rahmen des dritten Ernst Mach Forums spannt der Züricher Historiker Philipp Sarasin als Keynote-Speaker den Bogen von der historischen Sicht auf den Körper als einer "reizbaren Maschine" bis hin zu aktuellen Cyborg-Modellen. Im Anschluss daran diskutieren unter der Leitung von Martin Bernhofer (ORF/Ö1) die Medientheoretikerin Marie-Louise Angerer aus Köln, der Robotiker Man-Wook Han von der TU Wien, die Transplantationschirurgin Hildegund Piza aus Innsbruck und der Wiener Biochemiker Hans Tuppy.

Die nächste Veranstaltung im Rahmen des Ernst Mach Forums ist für den 20. Oktober 2004 vorgesehen. Thema: Real - nicht wirklich? "Wissenschaftswirklichkeiten": wie sie erzeugt werden, wie sie wirken

Termin:
ernst mach forum. wissenschaften im dialog:
"Sensible Maschinen - Körper zwischen Biologie, Technologie und Ästhetik?"
Mittwoch, 31. März, 18:00 Uhr
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Theatersaal
Sonnenfelsgasse 19, 1010 Wien

Eintritt frei

Weitere Informationen:
http://www.oeaw.ac.at/deutsch/aktuell/veranstaltungen/veranstaltung_2342.html
Programm (pdf)
Vorankündigung (pdf)


Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, A-1010 Wien
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