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Dramatischer Budgetengpass an der ÖAW

International renommierte Forschungseinrichtungen gefährdet  - es fehlen rund 22 Millionen EURO



Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) kann kein Budget für 2005 beschließen, da derzeit Mittel in Höhe von rund 22 Millionen EURO fehlen. Dadurch ist der Betrieb der Forschungseinrichtungen der ÖAW im Jahr 2005 gefährdet und damit ein beträchtlicher Teil der Arbeitsplätze bedroht.

Der Budgetengpass bedeutet unter anderem, dass ÖAW-Forschungsinstitute Leistungen nicht erbringen können, zu denen sie vertraglich verpflichtet sind. Damit sind auch Forschungsbereiche, in denen in Österreich ausschließlich Einrichtungen der ÖAW tätig sind, gefährdet. Es handelt sich dabei etwa um international hoch renommierte Institute wie jene für Weltraumforschung oder Hochenergiephysik und um solche, deren Arbeiten überdies von hoher gesellschaftlicher Relevanz sind, wie beispielsweise die Institute für Alternsforschung, Demographie und Europäische Integrationsforschung.

Durch eine ausschließlich aus finanziellen Gründen erzwungene Schließung solcher Einrichtungen würde dem Wissenschaftsstandort Österreich schwerer Schaden zugefügt werden. Andere Gründe für Institutsschließungen gibt es nicht, da die Institutsevaluierungen durch hochrangige internationale Expertenteams hervorragende Ergebnisse gebracht haben. Durch diese Evaluierungen unterzieht die ÖAW seit Mitte der 1990er Jahre ihre Forschungseinrichtungen einer permanenten strengen Qualitätskontrolle.

Die ÖAW hat in den letzten Jahren mehrere aktuelle und zukunftsträchtige Forschungsgebiete aufgegriffen. Die von der Akademie gegründeten Institute haben sich sehr schnell etabliert. Durch ihr Renommee haben sie entscheidend zur Verbesserung des Ansehens des Forschungsstandortes Österreich beigetragen.

Der Hauptgrund des Budgetengpasses besteht darin, dass in dem für 2005 zu Verfügung stehenden Budget in Höhe von EUR 67,5 Millionen auch jene Mittel enthalten sind, die für den Bau von Forschungsgebäuden für die neuen ÖAW-Institute benötigt werden. Diese Institute wurden im Einvernehmen mit den politisch Verantwortlichen und unter Zusage der für den Bau und den Betrieb notwendigen Gelder gegründet. Der Bau und die gerätetechnische Ausstattung dieser Institute dürfen jedoch keinesfalls zu Lasten der bestehenden ÖAW-Einrichtungen gehen.


Sollte die Budgetlücke nicht geschlossen werden,

  • ist der Betrieb von Forschungseinrichtungen wegen fehlender Sachmittel gefährdet,
  • können durch die Beeinträchtigung des Forschungsbetriebes vertraglich übernommene Aufgaben nicht erfüllt werden,
  • sind bestehende hoch qualifizierte Arbeitsplätze gefährdet,
  • können keine neuen Arbeitsplätze für Nachwuchsforscher und -forscherinnen geschaffen werden,
  • wird dem Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Österreich schwerer Schaden zugefügt.


Die Österreichische Akademie der Wissenschaften als Forschungsträgerin


Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) betreibt derzeit mehr als 60 Forschungseinrichtungen an acht Standorten in ganz Österreich. Es sind dies 25 Institute, darunter drei als GmbHs organisierte Einrichtungen, zwei Forschungsstellen sowie wissenschaftliche Kommissionen und Unternehmungen. In Forschung und Verwaltung beschäftigt die ÖAW derzeit ca. 750 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Viele dieser Forschungseinrichtungen nehmen Aufgaben wahr, die in Österreich von Universitäten oder anderen Forschungsinstitutionen nicht geleistet werden (können). Schwerpunkte sind zukunftsweisende Gebiete (u.a. Life Sciences, Quantenphysik) und gesellschaftlich aktuelle Themen (u.a. Demographie, Alternsforschung, Migrationsforschung). Die internationale Vernetzung, insbesondere die Teilnahme an den EU-Forschungsprogrammen spielt eine wesentliche Rolle. Um die Qualität ihrer Forschungseinrichtungen zu gewährleisten, werden laufend Evaluierungen durch internationale Expertenteams durchgeführt.

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