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19.11.2002

Grazer Magnetometer bei Venus-Mission im Einsatz

Das ÖAW-Institut für Weltraumforschung ist federführend bei den Magnetfeldmessungen der 2005 startenden ESA-Mission VenusExpress ...



Das Science Programme Committee der europäischen Weltraumorganisation ESA hat kürzlich "Grünes Licht" für die Venus-Mission Venus Express gegeben. Diese europäische Venus Mission, bei der die Atmosphäre und Ionosphäre des Planeten Venus untersucht werden sollen, wird im Jahr 2005 gestartet. Das Institut für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Graz wird unter anderem ein Experiment zur Magnetfeldmessung beisteuern.

Ziel der Venus Express-Mission ist eine umfassende Erforschung der Atmosphäre und Plasmaumgebung des Planeten Venus. Wichtige Fragen im Zusammenhang mit der Geologie und Oberflächenphysik werden dabei behandelt werden. Das IWF Graz hat bei dieser Mission die Leitung bei den Magnetfeldmessungen und baut dazu, gemeinsam mit der TU Braunschweig (D) und dem Imperial College London (UK), zwei Magnetometer. Die Wiederverwendung des Mars Express-Satellitensystems ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, um der Erforschung der Venus zum Durchbruch zu verhelfen. Die für die ESA-Missionen Mars Express und Rosetta entwickelten Instrumente sind für diese Aufgaben bestens geeignet.

Österreich behauptet somit sein "Beinahe-Monopol" bei Magnetfeldmessungen in Venusnähe: Bei vier von sechs Raumsonden, die in den letzten 25 Jahren die Venus umkreisten bzw. vorbeiflogen, stammten die Magnetometer aus Graz.

Weitere Informationen über die Mission unter:
IWF: Venus Express
Venus Express Mission Design
ESA: Venus Express
ÖAW-Institut für Weltraumforschung

Kontakt:
Prof. Dr. Wolfgang Baumjohann
Abteilungsleiter am Institut für Weltraumforschung der ÖAW
Schmiedlstraße 6, 8042 Graz
Tel.: (+43 316) 4120/501, Fax: (+43 316) 4120/590
E-Mail: baumjohann@oeaw.ac.at