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Termin:
14.03.2011 18:15


Ort:
Festsaal der ÖAW
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien


Kontakt:
Dr. Marianne Baumgart
Öffentlichkeitsarbeit


Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien

T +43 1 51581-1219
marianne.baumgart@oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/pr


HEDY LAMARR LECTURES 2011

Moderne Sklaven oder die Symmetrie von Macht und Wissen: Ein Mythos?

Nico Stehr, Zeppelin Universität Friedrichshafen

Einige Behauptungen über unser Zeitalter scheinen unstrittig: (1)Wissenschaftliche Expertise ist eine bedeutsame politische Ressource. (2) Die meisten modernen wissenschaftlichen Erkenntnisse sind für die große Mehrheit der Menschen unzugänglich. (3) Die Kluft zwischen denen, die spezielle wissenschaftliche Kenntnisse besitzen oder politischen Einfluss ausüben, und den meisten anderen Bürgern wächst. Viele Menschen fühlen sich dadurch entmündigt. (4) Diese Entwicklungen sind eine Belastung für die repräsentative Demokratie. Wissensproduktion und die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse entfernen sich immer schneller von dem, was Otto Neurath forderte – eine Demokratisierung des Wissens. Nico Stehr argumentiert, dass die Beobachtung mangelnder demokratischer Kontrolle der Erkenntnisproduktion und -anwendung kein Grund für Pessimismus ist. Denn: Die Verbindung von Wissen und Macht ist kein ehernes Gesetz.

Moderation:

Renata Schmidtkunz, ORF

Vorschau:

Den nächsten Vortrag der Hedy Lamarr Lectures 2011 hält Saskia Sassen (Robert S. Lynd Professor of Sociology, Columbia University, NY) am 30. Mai 2011, 18:15 Uhr.

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Pressetext vom 04.03.2011